Hannover. Es war am Montag wohl die meistgestellte Frage im Rathaus der Landeshauptstadt: Wird der Maschsee bis zum Wochenende so weit zugefroren sein, dass das Eisvergnügen starten kann? Eine Antwort konnten aber weder Stadtsprecher noch Meteorologen geben. Die am Montag vorhandene Eisschicht war hauchdünn. „Für eine Freigabe benötigen wir eine durchgehende Eisdicke von 13 Zentimetern“, sagte Rathaussprecher Udo Möller. Nötig seien dafür ein bis zwei Wochen Dauerfrost.
Zwar seien die Temperaturen derzeit sehr tief, aber ob es reiche, sei unklar. In den nächsten zwei bis drei Tagen will die Stadt die Eisdicke noch nicht messen, dann werde man aber loslegen. Sollte das Eis bis zum Wochenende tragen, könne recht spontan ein „Maschsee-Vergnügen“ organisiert werden. Meteorologen meinen, die Eisdicke hänge auch von der Kraft der Sonne ab. Wenn diese schon so stark sei, dass sie die bodennahe Luft auf Werte von über null Grad aufheize, werde es nichts mit der Freigabe am Wochenende.
Auch wenn das Eis auf dem Maschsee noch auf sich warten lässt, in Limmer dürfte das Schlittschuhvergnügen noch im Laufe des heutigen Tages beginnen. Wie in den vergangenen Jahren hat Kai Ehlers gemeinsam mit anderen freiwilligen Helfern eine Fläche auf dem Gelände des TSV Limmer in eine Eisbahn verwandelt. Die Beregnungsanlage läuft seit dem Wochenende; die Eisschicht ist inzwischen knapp zwei Zentimeter dick. „Ich denke, dass das Eis schon am Dienstag befahren werden kann“, sagt Ehlers. Ob es wirklich losgeht, wird er im Laufe des Tages im Internet unter www.limmer-eisbahn.de veröffentlichen. Das Eislaufen ist kostenlos.
Die Autos - Abschleppdienst im Dauereinsatz
Im Großeinsatz sind seit Montag Autohäuser und Abschleppdienste. Grund sind in den meisten Fällen die Batterien, berichtet Maik Jordan vom Abschleppdienst Jordan. Betroffen sind vor allem Autos von Gelegenheitsfahrern. „Das wird die ganze Woche erst einmal so weitergehen“, sagt Jordan. Er habe sich darauf eingerichtet. Experten raten dazu, die Batterie ab einem Alter von vier bis fünf Jahren in einer Werkstatt überprüfen zu lassen und gegebenenfalls auszutauschen.
Die Obdachlosen - Unterkünfte in der Stadt
Seit letzter Woche schon ist die U-Bahn-Station Kröpcke für Obdachlose geöffnet, berichtet Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Die rund acht „Stammgäste“ werden in einer geschützten Nische unter einer Rolltreppe untergebracht, gegen Übergriffe bewacht von Protec-Mitarbeitern. Zum Abendbrot gibt es Brötchen aus einer Bäckerei in der Nähe der Station. Auch die Stadt kümmert sich um Obdachlose und bietet sowohl kurzfristige als auch längerfristige Unterkünfte an. „Derzeit sollte man tunlichst nicht draußen schlafen“, sagt Sprecherin Konstanze Kalmus. Unter anderem ist außerdem der „Wärmebus“ unterwegs, der Betroffene mit heißem Tee und warmen Decken versorgt.
Vivien-Marie Drews und Mathias Klein
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