Hannover wird die Tarifauseinandersetzungen im öffentlichen Dienst am kommenden Montag mit voller Wucht zu spüren bekommen. Die Gewerkschaft ver.di hat zu einer ganztägigen Warnstreik- und Protestveranstaltung aufgerufen, die vor allem den öffentlichen Nahverkehr und weite Teile der Stadtverwaltung für 24 Stunden lahmlegen wird. Betroffen sind ferner die Müllabfuhr, Krankenhäuser, Sparkassen und Dienststellen der Polizei.
Mit Betriebsbeginn um 3.30 Uhr bleiben sowohl die Busse und Stadtbahnen der Üstra als auch die Fahrzeuge der RegioBus in den Depots.
Zu spüren bekommen das rund 500.000 Schüler, Pendler und andere Fahrgäste. Improvisieren müssen auch Eltern, deren Kinder in einer der städtischen Kitas untergebracht sind. „Wir können für einen Tag keine Notdienstvereinbarung abschließen, deshalb bleiben die Einrichtungen geschlossen“, sagt Harald Härke, Personalmanager im Rathaus. Auch die Kraftfahrzeugzulassungsstellen und die Bürgerämter werden nicht arbeiten können. Gewährleistet werden soll auf jeden Fall der Winterdienst.
Die Streikenden werden sich auf dem Trammplatz versammeln und dann zu einer Kundgebung auf dem Opernplatz ziehen, zu der von 11.30 Uhr an mehrere zehntausend Teilnehmer erwartet werden. Hauptredner ist der Bundesvorsitzende von ver.di, Frank Bsirske. Die Aktion zielt auf den nächsten Verhandlungstag am 10. Februar. Die Gewerkschaften fordern Lohnerhöhungen und andere Leistungen mit einem Volumen von fünf Prozent; die Arbeitgeber halten das angesichts der Kassenlage der Kommunen für nicht akzeptabel. Am Mittwoch kam es im Bundesgebiet zu Warnstreiks. In der Region Hannover protestierten Beschäftigte der Krankenhäuser.
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