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Kultur „Begabt“ – ein ganz normales Leben für Mary
Nachrichten Kultur „Begabt“ – ein ganz normales Leben für Mary
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12:00 12.07.2017
Er will nur das Beste für seine Nichte: Frank (Chris Evans) und Mary (Mackenna Grace), die er von den Mühlen der Begabtenförderung fernhalten möchte. Quelle: Fox/Searchlight
Hannover

„Niemand mag Klugscheißer“, sagt die kleine Mary. Und hat natürlich recht. Dummerweise ist sie einer. Zahlen sind ihr Ding. Niemand kann ihr im Rechnen das Wasser reichen. Sie weiß im Handumdrehen was 57 mal 135 ist, sie ist die Tochter einer brillanten Mathematikerin.

Mary soll eine schöne Kindheit haben

Nach deren Selbstmord übernahm Onkel Frank (Chris Evans), ein Trailerpark-Bewohner, die Fürsorge. Hochbegabte Kinder eilen den anderen voraus, hinken sozial hinterher und werden verwirrte Existenzen in der sowieso verwirrenden Zeit des Heranwachsens – das ist Frank klar, davor will er Mary bewahren. Sie soll eine Kindheit haben, Spaß, Freude, Freunde. In „Begabt – Die Gleichung eines Lebens“ möchte der Onkel ein normales Leben in einer normalen Schule für das Kind. Niemand rechnet mit der Oma. Großmutter Evelyn (Lindsay Duncan) kracht ins Idyll, um das „volle Potential der Enkelin“ auszuschöpfen. Und: Sorgerechtskampf gegen den eigenen Sohn. Harte Bandagen. Es geht vor Gericht.

Marc Webb inszeniert leicht, kitschfrei, ehrlich, berührend – ohne voreilig für eine der beiden Seiten Stellung zu beziehen. Dass er sich auf echte Gefühle versteht, hat der Regisseur von Andrew Garfields „Spider-Man“-Filmen schon mit „(500) Days of Summer“ bewiesen. Der Zuschauer ist ganz schnell im Sog seiner kleinen Geschichte. Mackenna Grace ist eine Entdeckung als Mary, Und – wow! - Chris „Captain America“ Evans macht sich gut ohne Actiondress und Schild. Er kann ja so unglaublich zärtlich sein.

Von Matthias Halbig / RND

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