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Kultur Der doppelte Khan und die WM
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09:02 05.06.2018
Der Ball ist rund und das Video dauert sechs Minuten: Jay Khan (Mitte) ist neuer Frontmann von Dschinghis Khan, von der Originalbesetzung sind Edina Pop (2. v. l.) und Henriette Strobl (3. v. r.) dabei. Quelle: dpa
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„He, Reiter, ho Reiter, immer weiter“. Naja, nicht immer. Mitte der Achtzigerjahre war Schluss mit dem Stuss der Schlager-Pseudomongolen Dscinghis Khan, mit der historisch-geografischen Balla-Balla-Lyrik und dem Bambi-gekürten Mummenschanz der Tanztruppe um Leslie Mandoki. „Moskau“, ihre Vision vom „schönen Russland“ bereitete sich damals unter dem frisch angetretenen Generalsekretär der KPdSU, Michail Gorbatschow, vor, Wirklichkeit zu werden.

Seit Schlager in den Neunzigerjahren wiederkam, singt man auf Partys allerdings wieder „Moskau, Moskau“. Den Evergreen-Status des Songs nutzt Deutschlands Schlagermozart Ralph Siegel jetzt für ein größeres Comeback der Gruppe und eine „spezielle“ Fußball-WM-Party-Version des Oldies. Keiner von den „offiziellen“ Songs fürs Turnier, aber ein Sportlied durch und durch - das Original war 1980 für die Olympischen Sommerspiele in der Sowjetunion komponiert worden.

Erstmal stößt man auf das falsche Video

Sucht man nun bei Youtube nach „Dschinghis Khan“ und „Fußball“ stößt man erstmal auf das offensichtlich falsche Video: „Football Football, we are crazy for that game / Football Football, we’re dreaming of success and fame“ singt da Dschinghis-Khan-Gründungsmitglied Wolfgang Heichel, bevor eine Hardrockgitarre von rechts reingrätscht. Klingt, als sei das Lied „Moskau“ betrunken gegen einen Laternenmast geknallt und hätte nun eine lädierte Melodie. Nein, dieses Anfang April veröffentlichte Stück kann unmöglich das gesuchte sein.

Es wird aber wohl der Ideengeber für Siegels vor ein paar Tagen veröffentlichtes Kicker-Update von „Moskau“ gewesen sein - mit einer alternativen Khan-Truppe, bei dem die Gründungsmitglieder Edina Pop und Henriette Strobl mitwirbeln. Star neben den beiden Giljs (Grandmothers I’d like to join singing) ist ein echter Khan – Tariq Jay Khan, bis 2009 Mitglied der Boygroup US5 und Dschungelcamp-Teilnehmer 2016. Und so bekämpfen sich erstmals in der Popgeschichte zwei Dschinghis Khans. In den Hitparaden. Zumindest steht damit ja schon mal der Name des Siegers fest.

Der Song empfiehlt eine neue, tänzerische Spieltechnik

Wahrscheinlich macht Siegels Version das Rennen – der vertrauten Mitgrölmelodie und des aparteren Frontmanns wegen. „Fußball ist wie Kasatschok“, heißt es in deren Text. Tja, das wäre doch mal was - wenn die deutsche Elf am 17. Juni mit dem Wechselsprungtanz der Kosaken ihre Tore erzielen würde, wo die verblüfften Mexikaner Fallrückzieher und Co. erwarten.

Von Matthias Halbig / RND

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