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Kultur Grammy-Nominierungen: Kendrick Lamar gegen Drake
Nachrichten Kultur Grammy-Nominierungen: Kendrick Lamar gegen Drake
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16:18 07.12.2018
Kendrick Lamar kann sich schon einmal über die meisten Nominierungen beim Grammy freuen. Quelle: Amy Harris/Invision/AP
Los Angeles

Nun steht fest, wer am 10. Februar 2019 in Los Angeles auf ein goldenes Grammophon mit nach Hause hoffen kann: Die Recording Academy hat an diesem Freitag die Nominierten für die 61. Grammys 2019, einen der renommiertesten Musikpreise, bekannt gegeben.

Der Rapper Kendrick Lamar geht mit den meisten Gewinnchancen in die nächste Grammy-Verleihung. Lamar wurde in acht Kategorien nominiert, darunter Album („Black Panther: The Album“), Aufnahme („All The Stars“) und Song des Jahres („All The Stars“), wie die Veranstalter am Freitag mitteilten. Gleich dahinter folgt ein weiterer Rapper: Drake bekam sieben Nominierungen. Produzent Boi-1Da und Sängerin Brandi Carlile erhielten jeweils sechs. Unter anderem Cardi B, Lady Gaga, H.E.R., Maren Morris und Childish Gambino haben jeweils fünf Gewinnchancen.

Unter den Nominierten in den wichtigsten Kategorien finden sich diesmal auffällig viele weibliche Stars. So sind beispielsweise fünf der acht Nominierten für das beste Album des Jahres weiblich – Cardi B, Brandi Carlile, H.E.R., Janelle Monae und Kacey Musgraves – und unter den acht Nominierungen für den besten neuen Künstler sind sechs Frauen oder rein weiblich besetzte Bands. In den vergangenen Jahren war den Grammys vielfach vorgeworfen worden, zu weiß und zu männlich zu sein und Hip Hop und Rap zu wenig zu berücksichtigen.

Als bester Nachwuchskünstler wurden Chloe X Halle, Luke Combs, Greta Van Fleet, H.E.R., Dua Lipa, Margo Price, Bebe Rexha, und Jorja Smith nominiert.

Keine reine Mainstream-Nominierungen beim Grammy

Einige Superstars und frühere Grammy-Gewinner tauchen diesmal dagegen überraschend selten unter den Nominierten auf: Das Album „Everything is Love“ des Musik-Ehepaar Beyonce und Jay-Z (The Carters) wurde in den wichtigsten Kategorien komplett übergangen. Ariana Grande, die gerade erst zur „Frau des Jahres“ gewählt wurde, bekam nur zwei Nominierungen, Taylor Swifts Album „Reputation“ nur eine, ebenso wie Rapper Kanye West.

Hier alle Nominierten der Hauptkategorien der Grammys:

Als Nominierte für den Song des Jahres können sich Drake mit „Gold’s Plan“, Ella Mai mit „Bood’d Up“, Kendrick Lamar & SZA mit „All The Stars“, Shawn Mendes mit „In My Blood“, Brandi Carlile mit „The Joke“, Zedd, Maren Morris & Grey mit „The Middle“, Lady Gaga unds Bradley Cooper mit „Shallow“, Childish Gambino „This Is America“ Hoffnungen auf ein goldenes Grammophon machen.

Sehr ähnlich sieht die Kategorie „Record of the Year“ aus: Hier stehen neben Cardi B, Bad Bunny & J Balvin, Brandi Carlile, Childish Gambino, Drake, Kendrick Lamar, SZA, Lady Gaga, Bradley Cooper, Zedd, Marren Morris, Grey auch noch Post Malone feat. 21 Savage mit „Rockstar“ auf dem Programm.

Als besten Album des Jahres stehen Cardi B mit „Invasion of Privacy“, Brandi Carlile mit „By The Way, I Forgive You“, Drake mit „Scorpion“, H.E.R. mit „H.E.R.“, Post Malone „Beerbongs & Bentleys“, Janelle Monaé mit „Dirty Computer“, Kacey Musgraves mit „Golden Hour“, der Soundtrack des Films „Black Panther“ auf der Liste.

Grammy-Nominierungen wegen Trauerfeier für George Bush verschoben

Die Grammys gehören zu den wichtigsten Musikpreisen der Welt. Über die Nominierten und Preisträger entscheiden rund 13 000 Mitglieder der Recording Academy, die die Preise in insgesamt 84 Kategorien verleiht. In diesem Jahr wurde die Zahl der Nominierten in den wichtigsten Kategorien von fünf auf acht angehoben.

Im vergangenen Jahr hatte der R&B- und Funk-Sänger Bruno Mars sechs der begehrten Trophäen abgeräumt, Rapper Kendrick Lamar fünf. Der achtfach nominierte Rapper Jay-Z war überraschend leer ausgegangen.

Die Nominierungen für die Grammys 2019 hatten eigentlich bereits am Mittwoch verkündet werden sollen. Wegen der Trauerfeier für den verstorbenen früheren US-Präsidenten George H. W. Bush war das aber verschoben worden. Die Verleihung der Grammys soll am 10. Februar in Los Angeles stattfinden. Die Preise werden dann bereits zum 61. Mal vergeben.

Ganz am Rande gibt es dann auch deutsche Gewinnchancen: So sind beispielsweise Dirigent Mariss Jansons sowie der Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks mit einer Aufnahme von „The Bells“ des Komponisten Sergei Rachmaninow für die beste Chor-Darbietung nominiert.

Von RND/dpa/goe

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