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Bernstein und Droste halten Lobrede auf Kahl

Stadthagen / Wilhelm-Busch-Preis Bernstein und Droste halten Lobrede auf Kahl

Ernst Kahl bekommt den Wilhelm-Busch-Preis 2010/2011, und die Preisverleihung verspricht, eine hochkarätige Kulturveranstaltung zu werden. Das norddeutsche Multitalent soll mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis am Mittwoch, 21. September, ab 19.30 Uhr im Ratskellersaal in Stadthagen (Kreis Schaumburg) ausgezeichnet werden. Mit dem Wilhelm-Busch-Förderpreis für humoristische und satirische Versdichtung werden in diesem Jahr Barbara Bürger, Antje Mesdag und Fritz Hans Rückel geehrt. Der Förderpreis ist mit insgesamt 1500 Euro dotiert.

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Quelle: Archiv

Stadthagen (r). Ernst Kahl gilt als Vielfachbegabung. Er ist in vielen Medien und Genres zu Hause und kreativ tätig. Um möglichst vielen Facetten des Preisträgers gerecht zu werden, planen die Organisatoren erstmals eine Doppel-Laudatio, die F.W. Bernstein und Wiglaf Droste übernehmen. Moderator der Veranstaltung ist Berd Gieseking.

Die Hauptpreis-Jury – diese bilden Achim Frenz (Caricatura Frankfurt), Martin Sonntag (Caricatura Kassel) und Christoph Oppermann (Schaumburger Nachrichten) – würdigt in ihrer Begründung vor allem die Vielfachbegabung des Künstlers sowie die Maßstäbe, die Kahl (Jahrgang 1949) in Kunst und Komik bislang gesetzt hat. Wörtlich heißt es in dem Text der Preisrichter: „Ernst Kahl ist ein brillantes Multitalent. Er besticht als Maler, Zeichner, Objektkünstler, Autor, Drehbuchautor, Filmemacher, Geschichtenerzähler, Hörbuchsprecher, Songschreiber und Musiker. 

In seinem vielfältigen Ovre definiert Ernst Kahl nicht nur den Begriff der Komik neu, sondern auch den Begriff der Kunst. Als Entwickler und Avantgardist erschafft er neue Welten, die in ihrer Spannweite Raum und Zeit verschränken und althergebrachte Grenzen nicht kennen. Diese einmalige Fähigkeit verdankt Ernst Kahl einerseits seiner hanseatisch-dänischen Prägung, die ihn den weiten Horizont und ungezügelte Perspektive lehrte, andererseits dem frühkindlichen, prägenden Studium Wilhelm Buschs.

Er ist Feingeist der Hochkomik und gleichzeitig Beherrscher der Abgründe. Denn fasziniert er eben noch als warmherziger Tröster, wandelt er sich in Sekundenschnelle zum derben Analytiker. Ähnlich Wilhelm Busch ist dieser Spagat für Ernst Kahl ein Leichtes, da seine altruistische, künstlerische Haltung auf einem freien Weltbild, einem fundierten Wissen und einem unerschütterlich klaren Blick auf das Ganze fußt.

In seiner Meisterschaft in Vers, Wort, Bild, Klang und Objekt spielt er zwischen Opulenz, Pracht und Erhabenheit sowie Kuriosem, Skurrilem und Bizarrem und spannt seine Themen dabei vom Menschlichen und Tierischen über das Kulinarische und Zwischengeschlechtliche bis zum Politischen.

Der anarchistische Traditionalist ist Freund von Mensch und Tier und soll als solcher auch zitiert werden: ,Ein Herz aus Gold / und Muskeln aus Stahl. / Ihr habt einen Freund, / und der heißt Ernst Kahl.’“



Stifter des Wilhelm-Busch-Preises und des Wilhelm-Busch-Förderpreises sind die Sparkassenstiftung Schaumburg, die „Schaumburger Landschaft“ sowie die Schaumburger Nachrichten, die zur Mediengruppe Madsack (Hannover) gehören. Die Preisverleihung ist für Mitwoch, 21. September, 19.30 Uhr, im Saal des Ratskellers in Stadtdhagen, Am Markt 1, geplant. Die Moderation übernimmt Bernd Gieseking.




Wer die Preisverleihung selbst erleben möchte, kann sich um Plätze bei der Sparkasse Schaumburg, Telefon (05751) 402 222 bemühen.

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