Wiedensahl (aw). Mit seinem väterlichen Freund Hinnerk und mit viel Musik auf dem Akkordeon ist „Nagelritz“ seit 1996 auf den Weltmeeren unterwegs und hatte jetzt erstmals im Landkreis Schaumburg angelegt – mit einer Containerladung „Ahoi-Brause“ als Lohn. Die verteilte „Nagelritz“ auch zu gerne unter den Zuschauern, als Belohnung für die richtigen Antworten oder im Austausch gegen Armbanduhren. „Nagelritz“, schon früh von zu Hause ausgerissen, erzählte davon, wie er zur See kam und wie ihm sein Freund Hinnerk alles beibrachte.
Für seine Lieder hat Langer Gedichte von Joachim Ringelnatz vertont, der Anfang des 20. Jahrhunderts und im ersten Weltkrieg selbst als Seemann gearbeitet hatte. Für ihn sei Ringelnatz eine Inspirationsquelle, so Langer.
Im Laufe des Abends erzählte „Nagelritz“ von seiner großen Liebe Alwine: „Wie Passatwind stand ihr der Humor. Sonntagsmorgens wurde sie bestattet in der Heide, wo kein Bäumchen schattet, und auch ihre Unschuld einst verlor.“
Auch in der Meeresbiologie gab sich „Nagelritz“ als Experte aus. So stand der Sägefisch natürlich Pate für die Säge, und der Wohnzimmertisch stammt vom „Tisch-Fisch“ ab. „Nagelritz“ erzählte auch vom Leben auf dem Meer, vom Fußball über Containerschiffe hinweg und den alltäglichen Problemen mit der Liebe: „Die Ehe ist kein Hafen. Die Ehe ist ein Schiff, das auf Kurs gehalten werden will.“
Und er stellte auch seine „Kenntnisse“ über die Schiffsausrüstung unter Beweis. Der Rettungsring, so „Nagelritz“, sei mit einem „Visuellen Hilfssystem“ (VHS) und einer „Dicken Sicherungsleine“ (DSL) ausgestattet, kurzum: „Innen sicher, draußen nicht“ (ISDN). Mit solchen Wortspielereien, viel Musik auf dem „Schifferklavier“ und Geschichten rund um sein Leben als Seefahrer schaffte es „Nagelritz“ alias Langer, die Zuschauer in Wiedensahl in seinen Bann zu ziehen.
Weitere Informationen über die Programme von Dirk Langer gibt es auf seiner Internetseite unter www.nagelritz.de.
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