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Kultur lokal Diesmal hat kein Ton gefehlt
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17:30 22.10.2012
Mit geübter Hand bringen die Wiedensahler Musiker die Glocken zum Klingen.  Quelle: tbh

Stadthagen (tbh). Unter dem Titel „Sound the Bells“, was übersetzt soviel bedeutet wie „lasst die Glocken oder Schallbecher erklingen“, wagten sich die Musiker mit ihren 66 Handglocken und 11 Schallbechern unter der Leitung von Thomas Eickhoff auch an schwierige Stücke mit außergewöhnlichen und schnellen Taktwechseln.

Während seiner Moderation verriet der musikalische Leiter beider Musikensembles auch die eine oder andere Anekdote über seine Erlebnisse mit dem Handglockenchor. Bei einer ihrer Konzertreisen seien beispielsweise zwei Glockenkoffer verloren gegangen, womit den Handglockenspielern gleich 24 Töne fehlten.
An diesem Abend war jedoch zu hören, dass alle Töne vorhanden waren. Für Stücke wie die „Farandole“ von Georges Bizet, dass ursprünglich für ein großes Symphonieorchester komponiert wurde und den Blechbläserklassiker „Junilee Overtüre“ von Philip Sparke war den Musikern der Applaus und die Bewunderung des Publikums sicher.

Besonders freute Eickhoff, dass so viele junge Menschen sich dem Chor angeschlossen haben. „Unser Dorf ist echt musikalisch, jeder von uns spielt mindestens ein Instrument“, sagte Insa Lewandowsky (12), die zusammen mit ihrer Freundin Katharina Thiemann (13) erst seit Kurzem dem Handglockenchor beigetreten ist.
Bei dem Jazzklassiker mit den ungewöhnlichen Taktraten „Take Five (Six and Seven)“ zählten nicht nur die Bläser von Hannover Brass den Takt mit, auch im Publikum wurde rhythmisch auf dem Oberschenkel mitgeklopft.

Sarah Castenow und Jannik Sundermeier aus Stadthagen besuchten zum ersten Mal ein Konzert ihrer Freunde aus dem Handglockenchor. Sie waren genauso begeistert, wie Familie Dreyer Wiese aus Wiedensahl, die schon des Öfteren Handglockenkonzerte besucht hat. „Das ist immer wieder einfach nur wunderschön“, schwärmte Katrin Dreyer-Wiese. Ihre Tochter Nia (5) hatte nur ein Wort dafür: „cool“.