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Kultur lokal Elan der Ungarn stößt in der Wandelhalle auf offene Ohren
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15:52 25.07.2011
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Bad Nenndorf (dis). Der Orchesterchef und dessen Team, zu dem auch ein tüchtiger Zymbalist zählte, starteten mit Bachs bekanntem “E-Dur-Konzert”. Für federnde Virtuosität und kraftvolle Rhythmik sorgte dann Haydns à la Ungari dargestelltes Rondo, bei dem besonders Violine und Zymbal stimmungsvolle Szenenwechsel verbreiten durften. Auch Bartóks vielseitige “Volksmusik” wurde ausdrucksvoll und mit Spielfreude präsentiert. Danach schaffte es die Crew, ihre Gemeinde für Jenö Hubays (1858-1937) ebenso klang- wie temperamentgeladene Folkklänge aus dem Ballaton zu entzücken, hierbei – im Geigensolo wunderschön zu hören – spielte die Natur eine große Rolle.

Im zweiten Teil wussten Lendvey und seine Truppe unter anderem eine sieben-sätzigen Landvolk-Beschreibung ins Licht zu rücken, die von Ursprünglichkeit nur so strotzte. Irrwitzige Läufe und kluges Miteinander kennzeichneten dann den 5. ungarischen Tanz, der ganz im Sinne von Brahms als Quartett – Bass, Gitarre, Geige, Zymbal – feurig zu Gehör gelangte. Liszts eskapadenreiche “Rhapsodie Nr. 2” zehrte von klugem Miteinander und viel Temoerament. Die entfesselte Freude, mit der - vom rumänischen Kontrabass angeführt - ein Tanz der Zigeuner intoniert wurde, sprach Ohr und Gemüt unmittelbar an. Fast so schwer wie Liszt für die Geige sollen laut Lendvay Sarasates “Zigeunerweisen” sein, die allerdings mit allem Schmelz der Welt leichthändig ausgebreitet wurden. Nach einem von Zymbal, Geige und Bass verabreichten flinken Extrabeitrag klatschten die Schaumburger munter weiter, doch für die ungarischen Sympathieträger war es genug.

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