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Farbenfrohes Jubiläumskonzert stößt auf große Resonanz

Rinteln / Rintelner Kolleg Musikerziehung Farbenfrohes Jubiläumskonzert stößt auf große Resonanz

35 Jahre Rintelner Kolleg Musikerziehung, das seit 20 Jahren von der immer mitwirkenden Heidrun Herrmann-Wisser geleitet wird, 30 Jahre Blockflötenensemble und 25 Jahre Orgelabende mit Professor Jan Kalfus aus Prag – diese Jubiläen sind am Sonntagnachmittag mit einem abwechslungsreichen Konzert in der dicht besetzten Jakobi Kirche ausführlich gefeiert worden.

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Rinteln (dis). Einleitend trug Kalfus virtuos, straff im Tempo und prägnant in der rhythmischen Akzentuierung Bachs “Toccata und Fuge in d” (dorische), BWV 538, vor, um dann gemeinsam mit den Blockflötistinnen Mendelssohn Bartholdys Choral “Wer nur den lieben Gott lässt walten” tonschön zu formen. Bachs etwas schwermütiges “Schmücke dich, o liebe Seele” schickte der Solist hinterher. Stimmlich ausdrucksvoll sang Sopranistin Frauke Schmidt danach die Bach-Arie “Alles mit Gott und nichts ohn´ ihn”. Das Flötenteam und Gambistin Ute Mai sowie Cembalist Kalfus sorgten dabei für geschmeidige Umrahmungen. Die letzten Textabschnitte stammten übrigens von Altmeister Werner Herrmann.

Die schwebende Leichtigkeit des hübschen “Rondos op. 18, G-Dur” aus der Feder Jan Vaclav Hugo Vorisek (1721-1825) kostete später der Organist sehr transparent aus. In raffinierte Farbmischungen tauchte der beliebte Gast zudem das wie ein Flötenstück anmutende entzückende “Rondo F-Dur” des Joseph Myslivecek (1737-1781). Ein Kleinod schloss sich an: Leopold Antonin Kozeluhs (1747-1818) mal lieblich verhalten, mal wieselschnell vorgeführtes Allegro aus der “Sonate F-Dur”, op. 35.

Die Vielfalt der Blockflöten-Möglichkeiten konnten nicht treffender ins rechte Licht gerückt werden als im von Professor Fritz Bloh für die Bläserinnen eingerichtetem Andante aus dem Brandenburgischen Konzert Nr. 4, das Kalfus wiederum am Cembalo nachvollzog. Zu gefallen wusste am Ende Herrmann-Wisser und deren gut aufgelegte Crew abermals im hurtig-pointiert vorgeführten Allegro sowie dem zügig zum Klingen gebrachten Presto aus Mozarts “Quartett C-Dur”, KV 157. Der lange, herzliche Applaus wurde von Wisser und Kalfus mit dem aufs Schönste zelebrierten “Panis Angelicus” belohnt.

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