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Feiner Wortwitz und sphärisch-feurige Klänge begeistern Publikum

Kultur / Konzert Feiner Wortwitz und sphärisch-feurige Klänge begeistern Publikum

Einen „zauberhaften“ Abend hat Veranstalter Friedrich Schwier, Vorsitzender des Fördervereins Lauenhäger Bauernhaus, dem Publikum in Aussicht gestellt. Frizz Feick, Sharon Lewis und „Special Guest“ Esther Bertram hielten dieses Versprechen und begeisterten die Zuhörer mit ihrem, zwei völlig unterschiedlichen Richtungen entsprechenden, Gesang.

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Mit geschlossenen Augen und viel Gefühl sing Frizz Feick von Liebe, Trennungen und Fernweh.

Quelle: lmh

Lauenhagen (lmh). Von den kleinen und großen Problemen in der Liebe sang Feick, vom Gerangel um einzelne Möbelstücke im Trennungsfall und der Sehnsucht, die ihn manchmal noch Jahre nach dem Ende einer Liebschaft überkommt. Mal jazzig und auch mal rockig, aber immer mit feinem Wortwitz in den Zeilen, erzählte der erfolgreiche Bückeburger auch von Alltäglichkeiten, Kindheitserinnerungen und seinem Fernweh nach „Panama“ – wie auch das zweite seiner inzwischen fünf veröffentlichten Alben heißt.

Den zweiten Teil des Programms gestaltete die britische Sängerin Sharon Lewis. Die kleine Frau mit den dunklen Locken und der feinen, trotzdem markanten Stimme war in den 1990er Jahren mit dem Folk-Duo „Pooka“ in Großbritannien erfolgreich und bezauberte das Lauenhäger Publikum mit melancholischen Balladen. In diesen widmete sie sich großen Themen wie Freundschaft und dem Sinn des Lebens und plauderte zwischendurch darüber, wie sehr ihr die Schaumburger Schuhgeschäfte gefielen. Im Duett mit ihrer als „Special Guest“ fungierenden Freundin Esther Bertram sang Lewis ergreifend von gesellschaftlicher Veränderung („Kings and Queens“) und sphärisch-feurig von heidnischen Feuer-Kulten.

Die Zuhörer hingen mit gebannten Mienen an den Lippen der Frauen – waren doch bei den Allermeisten die Englischstunden in der Schule schon eine ganze Weile her. Dass die Musik der beiden auch über Sprachbarrieren hinweg funktionierte, bewiesen die schweren Seufzer und tiefbewegten Gesichter im Publikum.

Zum Schmunzeln kamen die Zuhörer, als die 34-jährige Bertram eine ungewohnte Auftrittsart im Bauernhaus probierte. Gestärkt mit einem Schluck Jägermeister schloss die finnisch-australische Sängerin ihr Mobiltelefon an die Soundtechnik an und nutzte es zum Einspielen der elektronischen Hintergrundmusik. Das Experiment gelang, und auch ein spontanes Zusammenspiel mit Feick führte – wie überhaupt das gesamte Konzert der drei Musiker – zu großem Applaus.

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