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Kultur lokal „Frau Smilla“ fehlt das Gespür für Spannung
Nachrichten Kultur Kultur lokal „Frau Smilla“ fehlt das Gespür für Spannung
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22:12 18.01.2011
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Bad Nenndorf (dis). Es handelt sich um eine Fassung für fünf Schauspieler, in der es um kriminalistische Wahrheitsfindung und die Identitätssuche der Smilla Jaspers geht. All das spielt sich im winterlichen Kopenhagen ab, wo ein kleiner Eskimo-Junge tot aufgefunden wird. Den Ermittlungen der Polizei nach soll er vom Dach eines Hauses gestürzt sein. Doch für Naturwissenschaftlerin Smilla, die den Buben kannte, und deren Heimat ebenfalls Grönland ist, erzählen die Schneespuren eine ganz andere Geschichte. Aber wer könnte Jesaja getötet haben? Fragen über Fragen bohren sich in Smillas Kopf. Sie schlussfolgert schließlich, dass hinter dem Tod des Kleinen die rätselhaften Expeditionen einiger skrupellos vorgehender Kräfte stehen.

Harwarth hat seiner Vorlage eine offene Form gegeben, indem er unterschiedliche Geschichten, Monologe, und lehrstückhafte Zwischenspiele verknüpfte. Es waren Geschichten von Menschen, die kämpfen müssen – gegen sich selbst und die äußeren Umstände. Das reduzierte, funktionale Bühnenbild von Regisseur Peter Cahn und der Wechsel der Protagonisten sorgten diesbezüglich für unterschwellige Beklemmung und Offenheit. Ohne Frage schien die Inszenierung darum bemüht zu sein, dem Werk bei aller Dramatik auch leise Töne abzugewinnen.

Vielschichtigkeit und Spannungsgehalt kamen allerdings nicht immer zu ihrem Recht. Die Begebenheit verlangte einen psychologisch durchdrungenen Ton, forderte vor allem Mut zu Aufbrüchen der Fassade, was die Crew bisweilen vermissen ließ. Doch im Ganzen ging die schauspielerische Kombination auf. Maike Frank befand sich mal erbost, dann wieder erschöpft auf ständiger Wahrheitssuche. Ihre Kollegen Boris Wagner, Bernd Berleb, Andreas Peteratzinger sowie Janina Kutschan mussten sich teilweise gleich in mehreren Rollen bewähren. Nach der Aufführung spendeten die Zuschauer anerkennenden Beifall.

Burschikosen Schrittes schlenderte Christoph-Mathias Mueller zum Dirigentenpult auf der Bühne des restlos besetzten Rathaussaals, um seine gut präparierten Göttinger Symphoniker für das Publikum des Kulturvereins durch ein Neujahrskonzert mit dem Thema „1001 Nacht“ zu leiten. Gewinnend lächelnd verbeugte sich der zierliche Stabführer und startete ohne Umschweife mit Mozarts Ouvertüre zum Singspiel „Die Entführung aus dem Serail“.

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