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Genussreiches Klangzauberfinale im Schloss

Bückeburg Genussreiches Klangzauberfinale im Schloss

Glücklicher als mit den Sopranistinnen Anne Görner und Bettina Jensen sowie der Mezzosopranistin Miriam Heinze hätte das von der Classic & Eventpromotion Hannover organisierte Klangzauber-Finale am Sonnabendabend im großen Festsaal des Schlosses nicht enden können.

Bückeburg (dis). Bettina Jensen und Anne Görner sowie Miriam Heinze, Chansonier Ronald Schaller, Pianist Peter Rodekuhr und last but not least der bisweilen zaudernde Moderator Fabrice aus Paris präsentierten ein  ebenso reiz- wie anspruchsvolles Programm, dass von Bettina Jensen durch Wagners “Dich teure Halle Grüß ich wieder” emotional eröffnet wurde. Mit weich in sich ruhender, ausdrucksstarker Stimme, die jede Zeile deutlich machte, beglückte die darstellerisch gewandte Künstlerin im ersten Teil unter anderem noch, indem sie ”Dove sono i bei momenti" (“Figaros Hochzeit”) sowie “O mio babbino caro” (“Gianni Schicchi) Farbe und leuchtende Intensität verlieh. So frei und beweglich wie die Höhen sind, so angenehm gefärbt ist ihre Tiefe, das machte sich besonders gut in  “Klänge der Heimat” aus der Fledermaus oder in Lehars “Meine Lippen, sie küssen so heiß”. Rodekuhr war ihr bei allen sehr beifällig aufgenommenen Ausführungen ein mitdenkender Partner.

Kompetent bestritt zudem die gertenschlanke Anne Görner ihr Repertoire. Ihr lag das sehr schön ausgesungenen Vilja-Lied aus Lehars “Die Lustige Witwe” ebenso wie das “Je veux vivre” (Gounod). Ihre helles, koloritreiches Organ setzte die charmante Aktrice noch bei Porters “Well did you evah” ein, und vor allem fühlte sie  in “Mein Herr Marquis” aus der “Fledermaus”, “Ich hab´getanzt heut Nacht” (My fair Lady”)  oder dem innig und berührend deklamierten “Denk an mich” aus dem “Phantom der Oper” rundherum wohl.

Vergnüglich bediente sich zwischendurch Hof-Sängerin Miriam Heinze dem genauen Einmessen der Töne, um Kreislers “Im Theater ist nichts los” mit Temperament und Charme auffächern zu können sowie auch dem Medley aus “Die lustige Witwe” den nötigem Kick mitzugeben und erst recht dem überaus spritzig vermittelten “Macavity” aus Webbers “Cats”.

Nach mehr als zweistündiger Show-Time machte sich Jubel breit, der auch dem Pianisten Peter Rodekuhr sowie Moderator Fabrice aus Paris galt. Als Dankeschön offerierte das bestens aufgelegte Ensemble noch die Champagnerarie aus der “Fledermaus”. Kleine Anmerkung am Rande: Alle drei Vokalistinnen sind ehemalige Absolventinnen der renomierten Hans-Eissler-Schule in Berlin.

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