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Herrlich schräge Nummernrevue

Lauenau / "Gankino Circus" Herrlich schräge Nummernrevue

„Gankino Circus“ ist mehr als nur eine Band. Die Vier-Mann-Kapelle aus Franken mixt internationale Folklore mit Slapstick, Punk und Wahnwitz. Für überschäumende Stimmung haben die Straßenmusikanten am Freitag im Kesselhaus Lauenau gesorgt.

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Begeistern mit einer herrlich schrägen Nummernrevue: „Gankino Circus“ im Kesselhaus Lauenau.

Quelle: han

Lauenau (han). Mit rasanten Beats und fetzigen Melodien heizten die vier Bayern ihrem Publikum ein.  Auf hohem musikalischen Niveau steigerten sie sich in Ekstase, ohne je Erschöpfung zu zeigen. Kein Wunder, dass dem Gitarristen und Moderator  Ralf Wieland (27) bereits nach kurzer Zeit eine Gitarrensaite riss. Der Musiker ließ sich davon jedoch nicht im geringsten aus der Ruhe bringen. Wieland plapperte ungezwungen drauf los, erläuterte die Songs, schimpfte auf seine Plattenfirma und geizte nicht mit skurrilen Weisheiten. „Zwei Schlagzeuger sind schneller als einer.“ 

Vor fünf Jahren wurde „Gankino Circus“ gegründet. Wieland, Maximilian Eder (27, Akkordeon), Simon Schorndanner (27, Saxophon und Klarinette) und Johannes Sens (28, Schlagzeug) stammen aus  dem kleinen bayrischen Dorf Dietenhofen, wo sie gemeinsam in der Blaskapelle „Europa-Musikzug Markt Dietenhofen“ musizierten. Um sich einen Frankreich-Urlaub zu finanzieren, beschlossen sie, als Straßenmusiker aufzutreten. Das klappte so gut, dass sie ein Musikprogramm entwickelten und den Circus gründeten.

Das musikalische Spektrum beinhaltete Eigenkompositionen sowie Adaptionen von Volksmusik aus Nord- und Osteuropa. Nicht nur aberwitzige Darbietungen haben sie im Repertoire, sondern auch ernsthafte Stücke, wie zum Beispiel das Lied „Als der Zirkus in Flammen stand“ von Georg Kreisler. Einige ihrer Songtexte stammen aus dem finnischen Nationalepos  Kalevala.

„Autobahn“ lautet der Titel einer schmissigen Nummer, deren treibender, cooler Beat sofort in Bauch und Beine fuhr. Entstanden sei das Stück auf Druck der Plattenfirma, so Wieland, diese habe die Band dazu genötigt, sich für den Bau einer Schnellstraße zu engagieren. „Machs Fass auf, Erwin“, lautete ein anderer Song, der sich auf einen früheren Bürgermeister von Dietenhofen bezieht.

Mit lautstarkem Applaus dankte das Publikum für die herrliche schräge, kurzweilige Nummernrevue. 

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