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Irische Melodien faszinieren

Burstein und Legnani Irische Melodien faszinieren

Irische Weisen und lateinamerikanische Tangorhythmen haben das Bad Nenndorfer Publikum verzaubert. Im Bistro der Wandelhalle gastierten die Cellistin Ariana Burstein und der Gitarrist Roberto Legnani.

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Ariana Burstein und Roberto Legnani begeistern mit keltischer und lateinamerikanischer Musik.

Quelle: Hanke

Hochkonzentriert lauschte das Publikum den intimen kammermusikalischen Klängen der beiden Vollblutmusiker. Zur Einstimmung gab es die „Celtic Fantasy“, eine tiefgründige Eigenkomposition, die durch dunkle, geheimnisvolle Farben bestach und Bilder vorm inneren Auge entstehen ließ. „Wir wissen nicht, wie keltische Musik damals geklungen hat, da sie nie notiert worden ist“, erklärte Legnani. Aufgrund von Instrumenten, die man in keltischen Gräbern gefunden hat, vermutet man, dass es sich um eine pentatonische Musiksprache gehandelt habe, so der Gitarrist.

Für Abwechslung sorgte das Lied „Believe Me, If All Those Endearing Young Charms“ aus der Feder von Thomas Moore (1779 bis 1852). Die hüpfende, unbeschwerte Melodie mündete in einen versöhnlichen, sanft beschwingten Schlussteil. Nachdenklich und kontemplativ ertönte „The Song of Fionnuala“, ebenfalls eine Moore-Komposition. Bursteins warmer, singender Celloton faszinierte auf Anhieb, Legnani begleitete präzise und einfühlsam.

Farbig und vielgestaltig kam das irische Lied „The Coolin“ daher. „Interessanterweise enthält keltische Musik orientalische Elemente“, sagte Legnani. Grund hierfür sei die Völkerwanderung, die die Kelten von Anatolien nach Irland geführt habe. „Wir schätzen besonders die Tiefe dieser ergreifenden Melodien.“ Auch Haydn und Beethoven haben diese Musik geschätzt und bearbeitet. „Beschäftigt euch mit irischen und schottischen Melodien, dann werdet ihr populär“, so habe Beethovens Ratschlag an junge Nachwuchstonsetzer gelautet.

Eine intensive Meditation präsentierte Burstein mit dem Solostück „Cliffs of Moher“. Ebenso begeisterte die hübsche und eingängige Melodie „The last Rose of Summer“ von Mauro Giuliani (1781 bis 1829). Bedächtig und seelenvoll erklang „Recuerdos de la Alhambra“ von Francisco Tárrega (1852 bis 1909). Das Duo faszinierte durch Hingabe, stilistische Wandlungsfähigkeit und makelloses Zusammenspiel. Mit anhaltendem Beifall dankte das Publikum für den lohnenden Kammermusikabend.

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