Für ihren Auftritt in der Stadtkirche ernteten die Kinder viel Applaus.
Bückeburg (dis). Andreas Mattersteigs beachtenswert gut disponierte große Gemeinschaft begann die kurzweilige musikalische Abfolge mit unterschiedlichen Werken. Gleich in Johann Kasper Bachofens „Viele verachten die edle Musik“ sowie Cécile Chaminades „Agnus Dei“ und Jakob Christs „Domine, pacem da nobis“ wussten die Zuhörer, dass sie hier nur Gutes erwartete. Die ambitionierte Crew erreichte neben ausgeglichenem Gesang schöne Balance und führte später auch Brant Adams „Exsultate justi in Domino“ frisch und motiviert vor.
Danach verließen die stimmstarke Junge-Damen-Riege und ihre neun männlichen Unterstützer den Altarraum, um ihn für Larissa Strozyks und Katrin Jonaitis Singschule I und II sowie Mattersteigs Kinderchöre freizumachen.
Schon recht konzentriert, aber dennoch mit sichtbarem Spaß, sangen die Jüngsten unter anderem vom „Tickititack“, dem Tausendfüßler und den „Zwei Wölfen“. Doch beließen sie es nicht beim Vokalen, sondern bewegten sich obendrein tüchtig dazu, was den Zuschauern großes Vergnügen bereitete. Mit Disziplin und Aufgeschlossenheit widmete sich Mattersteigs Hauptchor darüber hinaus Claudio Monteverdi (Pur ti miro), Robert Schumann (Flügel, Jasminstrauch, Zigeunerleben) und Josef Gabriel Rheinberger (Salve Regina), einer Herausforderung, der sich die Mädchenriege mehr als nur gewachsen zeigte.
Mattersteigs herzerfrischender Kinderchor verfügt über hübsche Einzel- und Gesamtstimmen, dieses konnte die niedliche Truppe mit dem „Regenbogenlied“ und flotten Abschnitten aus „Die Frostianer und der Frühlingsbote“ von Uli Führe unter Beweis stellen. Als der Kinderchor II anschließend Spirituals und das südafrikanische „Nginesi ponono“ mit ganz viel Elan verabreichte, gab es abermals Grund zur Freude.
Der Jugendchor ist ein wunderbares Ensemble. Diese Tatsache verdeutlichten abschließend eindringlich offerierte Spirituals, unter anderem das ganz schnelle „Didn’t Lord deliver Daniel“ und das von Mattersteig voller Drive geleitete „Down by the riverside“. Unangestrengt und sehr effektvoll setzten am Ende alle Mitwirkenden noch das rhythmische „Adiemus“ aus der Feder Karl Jenkins in Szene. Am Klavier saß – wie den ganzen Nachmittag – Verena Brück, deren Begleitung beim Finale wirkungsvoll durch Flöten- und Trommeltöne ergänzt wurde. Selbstverständlich belohnten die Anwesenden diesen kurzweiligen Gesangsreigen mit ausgesprochen herzlichem Applaus.