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Kev Fox: Dunkel, tiefgründig, vielschichtig

Lauenau / Konzert im Kesselhaus Kev Fox: Dunkel, tiefgründig, vielschichtig

Dunkel, tiefgründig, vielschichtig – mit diesen Attributen lässt sich die Musik von Kev Fox beschreiben. Am Sonnabend hat der Brite ein fulminantes Konzert gegen.

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Kev Fox begeistert mit einem melancholischen Mix aus Folk, Rock und Pop.

Quelle: han

Lauenau (han). Das restlos begeisterte Publikum im Kesselhaus Lauenau erlebte einen wunderbar melancholischen Mix aus Folk, Rock und Pop. Flankiert wurde der Songwriter von Mark Arland (Bass), Pawel Osicki (Drums, Gesang), Lee Roberts (Gitarre, Gesang) und Pidgyn (Gitarre, Keyboard).

Meisterhaft versteht es Fox, große Melodiebögen aufzubauen, deren Spannung sich ins Unendliche steigert. Zuweilen kulminiert sein markanter Gesang in rockige Kraftausbrüche, die jedoch eher selten vorkommen. Was die Intensität seiner Gesangsperformance angeht, ähnelt der 29-Jährige dem irischen Musiker Damien Rice. Seiner rauen, charaktervollen Stimmfarbe könnte man stundenlang zuhören. Zuweilen kreierte die fünfköpfige Band gespenstische Klänge, die tief unter die Haut gingen. Mit einem Geigenbogen entlockte Pidgyn seiner E-Gitarre schaurig-schöne Klänge, die perfekt mit Fox’ eindringlichem Gesang harmonierten.

Wovon handeln seine Songs? Diese Frage überrumpelte ihn. „Die meisten Songs handeln von mir“, antwortete er schließlich. Fox arbeitet mit Metaphern, Assoziationen, Bildern, Gefühlen. „There is a river runs by the road“ heißt es in dem Song „Afon Ddu“ (walisisch für „Schwarzer Fluss“), „It whispers secrets that were born from hate.“ Der Song mit der eindrucksvollen Melodie handelt von einem „Ort, der deine Seele stiehlt“, so Fox.

Eine unangenehme Situation inspirierte den Engländer zu dem Song „Mind The Bright Lights“. Er wartete damals auf ein Vorstellungsgespräch für einen Job, den er eigentlich gar nicht haben wollte. „Your not fit – for the position here – you don’t fit the Criteria“, lautete eine Textzeile. Doch jeder unschöne Schwebezustand nimmt irgendwann ein Ende. „Das Leben geht weiter“, erklärte Fox, der mit Unterbrechungen seit rund 15 Jahren als Musiker tätig ist. Sein größtes Vorbild ist Neil Young, außerdem schätzt er Roy Orbison und Led Zeppelin.

Mit energischem Applaus dankte das Publikum im Kesselhaus für einen beeindruckenden Konzertabend.

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