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Kultur lokal Männer ohne Chancen
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19:35 30.12.2012
 Drei Männer um die 50, ohne Job und Perspektive: die Hauptdarsteller der Komödie „Ein Heimspiel“. Quelle: pr.
Rinteln (r)

In den Hauptrollen: Markus Majowski, Armin Dillenberger, Dietmar Pröll, Birthe Gerken und Stephan Bürgi.

 Zum Inhalt: Sie sind nicht gerade geborene Glückspilze: Teddy, dessen Partner ihn mittellos zurückgelassen hat, der abgerissene Journalist Scoop und Martin, der im Sozialamt von einem Computer ersetzt wurde. Drei Männer um die Fünfzig, ohne Job und Perspektive, die sich, um Miete zu sparen, zu einer Wohngemeinschaft zusammengetan haben. Doch dann kommt ihnen eine geniale Idee: Sie beschließen, ihre WG zum Altersheim zu erklären und mit diesem Trick wohltätige Stiftungen abzuzocken. „Wenn uns die Gesellschaft schon zum alten Eisen erklärt“, lautet ihre Rechtfertigung, „dann wollen wir auch etwas davon haben.“ Der Plan scheint aufzugehen. Doch bevor das Geld fließt, will die Stiftung dem privaten Heim „Abendsonne“ einen Kontrollbesuch abstatten. Kein Problem – wozu war Teddy Maskenbildner: Sehr überzeugend schlüpfen die drei für Konrad Gerber, den Prüfer der Stiftung, in die Rolle tattriger Greise. Auch die Bardame Mäggi scheint als seriöse Heimleiterin ihre Sache gut zu machen...

 Mit „Ein Heimspiel“ gelang dem Autor Charles Lewinskyeine heitere Verkleidungskomödie, die zwar vor einem ersten gesellschaftlichen Hintergrund spielt, aber dennoch beste Unterhaltung bietet und zugleich zeigt, dass man auch mit Mitte 50 noch lange nicht „weg vom Fenster“ ist.