Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet“, urteilte der Autor Daniel Kehlmann über seinen Kollegen, und schlug den Kolumnisten gleich für den renommierten, mit 20 000 Euro dotieren Kleist-Preis 2008 vor. So fand er denn auch in seiner Laudatio auf den Geehrten überschwängliche Worte: Als „Wunder an Eleganz und Poesie“ lobte Kehlmann Goldts Werk. In dessen Arbeiten würden sich „hinter trügerischen Gedankenfluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen“.
Kein anderer deutscher Autor beherrsche die Kunst des absichtsvollen Ab- und Ausschweifend, das lässige Lustwandeln von Pontius bis Pilatus wie der gebürtige Göttinger, heißt es auch in der Ankündigung von Goldts Lesung. In seinen brillanten Essays verstehe er es wie kaum jemand anderes, die vermeintlichen Nebenschauplätze des Lebens ins Auge des Betrachters zu schieben und den Alltag auf seine Widersprüche und Kuriositäten hin abzutasten.
In Stadthagen liest Goldt auf Einladung der GEW Schaumburg unter anderem aus dem „Buch namens Zimbo“, das sich laut Rezensent Harald Krämer wie ein Crashkurs im Umgang mit „sprachlichem Ungeziefer“ liest, gleichzeitig aber großartige Unterhaltung ist.
Schließlich begegnen die Leser in der Textsammlung nicht nur einer rätselhalften barbusigen Knochengräberin und einem Trupp beachtlich alkoholisierter Frauen auf den Straßen Glasgows. Auch der „eisige Beauty-Apparatschik“ Heidi Klum hat seinen Auftritt in „Zimbo“.
Karten für die Lesung gibt es in Stadthagen in der Buchhandlung Schmidt, im i-Punkt, in der „Alten Polizei“ sowie in der Geschäftsstelle der Schaumburger Nachrichten, Telefon (01 80) 1 00 10 26. r