Mit der CD „Train Stories“ treten Richie Arndt & Friends in der „Kleinen Freiheit“ in Wölpinghausen auf. pr.
Wer John Lennon covert, muss verrückt sein oder sehr gut. Richie Arndt ist sehr gut. Er hat keine im klassischen Sinne schöne Stimme. Das haben Cocker, Stewart und Dylan allerdings auch nicht. Vielleicht wirkt deren Gesang gerade deshalb so aufregend.
Die Vergleiche sind nicht zu hoch gegriffen, die Messlatte hat der Westfale selbst aufgelegt. Mit „Train Stories“ hat er im vorigen Jahr ein Album voller Songs zusammengestellt, die auf die ein oder andere Weise Eisenbahnen thematisieren, und er hat sich’s nicht leicht gemacht. „One after 9:09“ von den Beatles ist ebenso darunter wie die Folk-Klassiker „Five hundred Miles“ und „Midnight special“. Allesamt so bekannt und schon so gut eingespielt, dass sich jeder weitere Künstler dabei auch grandios auf die Nase legen könnte. Nicht Arndt.
„Train Stories“ ist eine großartige musikalische Reise zu den Wurzeln der heutigen Blues-, Jazz- und Weltmusik, kündigt Arndt die CD an. In den Balladen, Songs und Bluesstücken über Züge und Menschen scheine ein zukunftstrunkenes Amerika auf, das lange vergessen schien. Tollkühne Techniker und tapfere Zugführer, reisende Sinnsucher und verwegene Banditen, unerreichbar schöne Frauen und verzweifelte Männer, Hobos, Trinker, Landstreicher - das ganze Panoptikum menschlicher Leidenschaft werde in „Train Stories“ durchmessen.
Mit vielfältigen Ansätzen überraschen Arndt und Mitstreiter bei den Interpretationen, und die Stimme des Bandkopfes geht immer unter die Haut – egal, ob beim verträumten „Midnight special“ oder der rockigen Adaption des „Let it be“-Klassikers „One after 9:09“. Das Genie aus Liverpool hätte sicher Spaß daran gehabt.
Tickets für den Auftritt gibt’s nur an der Abendkasse in der „Kleinen Freiheit“ in Wölpinghausen und kosten zwölf Euro. to
Bildergalerie unter www.richiearndt.de
Das japanische Zahlenrätsel Sudoko gibt es jeden Tag in drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden inklusive Hilfe, wenn es zu schwierig wird. Wer nicht genug bekommt, kann auch später die Rätsel der vergangenen Tage lösen. Aber Achtung: Rätseln kann süchtig machen. mehr
Kommentare
Kommentar schreiben