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Kultur lokal Ohrenschmaus und Augenweide
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16:20 31.07.2011
Die Schutzhelme wurden nicht wegen des Gesangs getragen. Quelle: dis
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Kleinenbremen (dis)

Neben abgerundeten, klaren Stimmen verfügten die von der mitwirkenden Veronika Snizar geleiteten Vokalistinnen über eine Menge interpretatorischer Frische und Ursprünglichkeit. Die Soprane waren selbst in den höchsten Lagen noch zu tragendem Piano fähig, sangen ausdrucksvoll und immer auf Tonsymbolik bedacht. Das charmante Septett hob sich von dem üblichen braven Folklore-Brei durch Phantasie und Originalität wohltuend ab. Ukrainische Volksmusik bildete Basis und wesentlichen Bestandteil der Arrangements. Die Gemeinschaft ging den Kompositionen auf den Grund und entlockte ihnen dadurch eine Menge melodischen Zauber und dem Publikum viel Beifall.

Das Septett, aus dem immer wieder Solistinnen hervortraten, punktete nicht etwa durch Knalleffekte, sondern beglückte mit schwebendem Klang, der sich unter anderem im „Ave verum“, ähnlich innigem Gotteslob oder auch fröhlichen Tanzweisen verdeutlichte. Dass unterschiedlichste Epochen und Richtungen ganz individuell gestaltet wurden, darin lag das Unverkennbare an der sympathischen Truppe. In wechselnder Lage der Farbregister mischte die Liebe temperamentvoll mit. Heimische Begebenheiten und die orthodoxe Liturgie wurden zum Glück nicht ausgespart, und dazu gesellte sich noch manch emotional ausgelotete Rarität. Die „Madrigal Voices“ sind alles zusammen: ein siebenstimmiger Chor, sieben Individualisten und – Virtuosen. Das engagierte Sangesereignis mündete in herzlichem Beifall.

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