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Pfiffig wie ein vorgezogener Silvesterschwips

Bückeburg / Ulrich Tukur Pfiffig wie ein vorgezogener Silvesterschwips

Zum Finale ertönten Akkordeon und Kontrabass wie zwei Nebelhörner, eine Gitarre glich Möwengeschrei, und dann erklang ganz romantisch “La Paloma ohe – einmal muss es vorbei sein!” Die Rede ist von Ulrich Tukur und den Rhythmusboys, deren Gastspiel am Sonntagabend im Rathaussaal im Zuge der 25. niedersächsischen Musiktage zum Thema “Die Zeit” für Beifallsstürme gesorgt hat. Mitveranstalter der Sparkassenstiftung war der Kulturverein.

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Ulrich Tukur

Bückeburg (dis). Ulrich Tukur ist viel mehr als ein singender Schauspieler, er erwies sich als charmant-selbstbewusster Allroundkünstler, der sich nicht nur auf bildhafte Ansagen verstand, sondern auch das Akkordeon, die Tasten des Flügels und seine Stimmbänder so zum Schwingen und Klingen brachte, dass der Beifall hinterher nur so prasselte. Der hoch gewachsene Kontrabassist Günter Märtens, Gitarrist Ulrich Mayer und der körperlich kleine, aber um so temperamentvollere Schlagzeuger Kalle Mews agierten da spaßig und in Sachen musisches und darstellerisches Talentes gleichberechtigt mit. Tukurs immer wieder eingestreute witzige Bezüge auf den Gastspielort kamen übrigens nicht von ungefähr, schließlich kennt er sich in der Gegend in und um Hannover aus, denn er absolvierte in Großburgwedel das Abi.

Das wandlungsreiche Quartett erfreute satte zwei Stunden mit Tanz- und Traummusik - vornehmlich aus den vierziger, fünfziger und sechziger Jahren. Da mischte Friedrich Holländers drollig interpretiertes “Nachtgespenst” genauso mit wie Peter Kreuders melancholisch interpretiertes “Wenn die Sonne hinter den Dächern versinkt”. Rudi Schuricke und seine Schnulzen wurden sehr flott zu neuem Leben erweckt, das wunderbare Italien gelobt, Raum und Zeit von der Gitarre stimmungsvoll in Szene gesetzt und Tukurs Calypso “Am Steinhuder Meer” lustig interpretiert. Ungebrochene Zugkraft erlebten sogar Ilse-Werner- Oldy “So wird´s nie wieder”. Übrigens auch als Einzelkämpfer waren die Quartettmitglieder instrumental über alle Zweifel erhaben. Fazit: Eine wirklich rasante Show, vom charmanten Tukur und den Rhythmus Boys wie aus dem Ärmel geschüttelt.

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