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Regengüsse können den Zuhörern ihre Freude nicht vermiesen

Bückeburg / “Con Voce”-Konzert Regengüsse können den Zuhörern ihre Freude nicht vermiesen

Im schönen Ambiente der Jetenburger Kirche hat das Ensemble “Con Voce” bei dessen vielfältigem Konzert am Sonntagnachmittag seinem Publikum ein ansprechendes Musikerlebnis beschert.

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Bückeburg (dis) . Wie immer leitete der zeitweise mitsingende Holga Plottke seine zehnköpfige Formation durch vielerlei Stücke. Doch nicht nur die Kompositionen allein entfachten Beifall, sondern vor allem das hohe musikalische Niveau, das den Werken erst zur Entfaltung ihrer Klangschönheiten verhalf. Unterschiedlichste Kompositionen boten Reibeflächen, an denen sich die Leistungsbestrebungen immer wieder neu entzündeten. In illustrierender Textbehandlung brachte die Truppe zunächst geistliche Kompositionen nahe. Sie outete sich gleich einleitend mit Davids innig formuliertem “You are the new day” sowie dem ausdrucksvollen “Down in the river to pray” als qualifizierte Gemeinschaft. Ausdrucksvoll spürten die Vokalisten zudem Mendelssohns “Zum Abendsegen” nach, um dann zarttönend Rutters alt-englisches Gebet “Good be in my head” hinterherzuschicken. Zudem wurden Clausens “Set me as a Seal” und Mendelssohn-Bartholdys facettenreiches “Jauchzet dem Herrn alle Welt” mit Geschliffenheit entschlüsselt.

Später ging es über zu Volkslieder-Arrangements die in reizvollen modernen Sätzen daherkamen. Unter anderem gefiel Wolfram Buchenbergs Version von “Nun will der Lenz uns grüßen” durch die Ambitioniertheit der Gemeinschaft. Fix, frisch und drollig wurde Michael Jäckels Fassung t über “Horch, was kommt von draußen rein” zu Gehör gebracht, und zart reihte sich “Ich hab die Nacht geträumet” an. Außerdem ließ das Herrenquintett abseits aller Klischees die “Loreley” hoch leben und wandte sich gleich danach mit den Partnerinnen nochmals Silcher zu. Diesmal stimmte die Schar sehr lebendig “Hab´oft im Kreise der Lieben” an. Das in sich verwobene “Ade zur guten Nacht” im neuen Outfit von Michael Jäckel unterstrich die Vielseitigkeit und rundete den ersten Teil kurzweilig ab.

Wiederum ohne jegliche Schärfe bei den Sopranen galt es nach der Pause, einen Pop-Cocktail zu kredenzen. Billy Joel, dessen Bruder übrigens am Staatstheater Braunschweig als Generalmusikdirektor wirkt, war da gleich doppelt vertreten: und zwar mit dem besonders von den Damen innig deklamierten “Lullabye” sowie “For the Longest Time”, was die Männergarde einschließlich Nils Driftmeier als Solisten übernahm. Mit einer Portion technischer Versiertheit entschlüsselte die Crew zudem Claptons vielseitiges, von Dennis Driftmeier gitarrenbegleitetes “Tears in heaven. Viel Gefühl zeigten noch Julia Sülflow und Kathrin Preuß beim “In the arms of an angel”, und die Gemeinschaft hätte “Can You feel the Love tonight” aus “König der Löwen” sowie das flotte “Lollipop” mit Holger Plottkes “Plopp” nicht bildhafter vermitteln können. Zwei Zugaben wurden erklatscht!

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