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Kultur lokal Sasson punktet mit Charme und Schwung
Nachrichten Kultur Kultur lokal Sasson punktet mit Charme und Schwung
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00:34 23.12.2012
Die Sopranistin Deborah Sasson verzaubert ihr Publikum.  Quelle: han
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Seggebruch (han).  Mit fröhlich-erhabenen Klängen stimmte der Chor seine Zuhörer auf den musikalischen Abend ein. „Zündet die Lichter der Freude an“ erschallte es strahlend und lautstark aus knapp 60 Männerkehlen. Wunderbar anmutig wirkte „Weihnachtsfrieden in den Bergen“ von Rudolf Desch. Die lupenreinen Pianissimi sorgten unmittelbar für Gänsehaut. Mit „Wenn die Weihnachtsglocken“ hingegen ging es kraftvoll und volkstümlich zu. Fabelhaft schmissig hingegen ertönte das flotte „Feliz navidad“. 

Auch die beiden Instrumentalisten bekamen Gelegenheit, mit ihrer Musikalität zu verzaubern. Das berühmte „Air“ von Johann Sebastian Bach überzeugte durch seinen Reichtum an Nuancen. Urwalow setzte das Pedal nur sparsam ein und schuf so einen feinsinnigen, transparenten Klavierklang. Katebs edle Violine leuchtete in den wärmsten Farben. Es entspann sich ein hinreißender Dialog, der niemanden kalt ließ. Die „Mediation“ aus der Oper „Thaïs“ stand dem in nichts nach. 

Die Sopranistin verblüffte mit ihrer stilistischen Vielseitigkeit. Klassische Klänge lagen ihr ebenso wie populäre Weihnachtsweisen. Einer von mehreren Höhepunkten war das liebliche Wiegenlied „Schlafe, mein Prinzchen, schlaf ein“ von Bernhard Flies. Mit viel Sinn für Schattierungen ließ die Amerikanerin die wundervolle Melodie aufblühen. 

Zur Hochform lief Sasson auf, als sie ein schwungvolles Medley amerikanischer Weihnachtssongs zum Besten gab. Die Künstlerin schlenderte durch die Kirche und kommunizierte ausgiebig mir ihrem Publikum. Dabei verzichtete sie auf aufgesetzte Showeffekte. Stattdessen punktete die Opernsängerin mit Charme, Natürlichkeit und Schwung. „Let It Snow!“ forderte sie und versprach „I'll be home for christmas“. „Rudolph, the red-nosed reindeer“ strotzte nur so vor übermütigem Humor. 

Gelegentlich kombinierten Chor, Solistin und Instrumentalisten ihre Talente. So zum Beispiel bei dem ergreifenden „Panis angelicus“. Mit lautstarkem Applaus dankte das Publikum für das beeindruckende Konzerterlebnis. 

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