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Kultur lokal Schwerelos und nicht allein
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15:20 23.09.2011
Der Hut ist platt: Alexander Neander (links) und Wolfram von Bodecker spielen die Ungeschickten. Quelle: sk
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Stadthagen (sk). 60 Zuschauer haben diese Kunst am Donnertagabend in der „Alten Polizei“ erlebt. Die Pantomimen Wolfram von Bodecker und Alexander Neander, beide ausgebildet in der „Mimodrame“-Schule von Altmeister Marcel Marceau in Paris und weltweit unterwegs, gastierten mit ihrem Programm „Déjà-vu“ im Kommunikationszentrum.

Wer an der Saaltür horchte, mochte zeitweise den Eindruck gehabt haben, der Abend sei ausgefallen – eine solche Stille herrschte im Saal. Dabei passierte auf der Bühne soviel Leben, so viel Drama. Die Zuschauer schauten, schwiegen gespannt und aufmerksam.

Alexander Neander landete lautlos auf dem Mars, stieg aus seinem unsichtbaren Raumschiff und wusste dabei seinem Körper soviel Langsamkeit und Leichtigkeit zu geben, dass man den Mann in der Schwerelosigkeit vermutete.

Rührend kam Wolfram von Bodecker „´rüber“, als er mit Trenchcoat bekleidet und roter Blume in der Hand „Die Jahreszeiten des Antonio“ durchlebte. Musikklänge brachten die Klassikliebhaber im Publikum auf die richtige Fährte: Antonio Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ begleitete die dritte von insgesamt zehn Spielszenen des Abends. Der Herbstwind zerrte an der Blume, fegte dem Darsteller in den Rücken und drückte ihn vorwärts. Eine perfekte Illusion. Es gab keinen Wind, nur Windgeräusch vom Band. Mit Hohlkreuz, mit Stand auf den Zehnspitzen und Vorwärtsstoplern stellte von Bodecker die Kraft bewegter Luft dar. Perfekt gespielt vor allem, der – entgegen völliger Windstille im Saal – nach vorn flatternde Mantel, bewirkt durch die Hände in den Manteltasche bei ausgestreckten zappelnden Armen.

Begeisterter Applaus belohnte jedes gespielte Bild, den Glücksspieler am Spieltisch (genial die Darstellung von Sitzen im Stehen), den Ballonverkäufer, die schlagkräftige Szene im Kaffeehaus. Ohne Zugabe ließe das Publikum die begabten Illusionisten nicht von der Bühne.

Kein Ding sieht so aus, wie es ist. Am wenigsten der Mensch, dieser lederne Sack voller Kniffe und Pfiffe“ – mit diesem Zitat leitet Herbert Günther sein Werk „Der Versteckspieler – Die Lebensgeschichte des Wilhelm Busch“ ein, die jetzt als Hardcover im Verlag zu Klampen erschienen ist.

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