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Lauenau / Konzert im Kesselhaus

Stimmwunder begeistert mit kernigen Beats


Der Lauenauer Kulturverein „Im Kesselhaus“ verwöhnt sein Publikum stets mit hochkarätigen Gastkünstlern. Auch am Freitag haben die Konzertmacher nicht enttäuscht. Die Berlinerin Adwoa Hackman füllte dieses Mal das Kesselhaus. Verstärkt wurde die Soulsängerin von René Flächsenhaar am E-Bass und dem Schlagzeuger Julian Külpmann.

René Flächsenhaar (E-Bass), Julian Külpmann (Schlagzeug) und Adwoa Hackman begeistern im Kesselhaus Lauenau.

© han

Lauenau (han). „Ich bin baff, dass so viele Leute gekommen sind“, begrüßte Hackman ihr Publikum, „in Berlin muss man kämpfen, damit wenigstens 40 Leute kommen. Ich glaube, ich ziehe um nach Lauenau.“

Vorwiegend selbstverfasste Songs präsentierte die Künstlerin mit den ghanaisch-deutschen Wurzeln. Kernig und kraftvoll kam die Musik daher, die pulsierenden Beats fuhren direkt ins Ohr und in die Beine. Das markante Stimmwunder und ihre beiden Bandkollegen hatten das Publikum im Nu für sich eingenommen. Begeistert klatschten die Zuhörer mit, wenn auch nicht immer auf dem zweiten und vierten Grundschlag, sei es drum.

Im Mai vergangenen Jahres veröffentlichte Hackman ihr Debütalbum „Tief wie das Meer“, im aktuellen Jahr wird eine weitere Platte folgen. Die Songschreiberin ist mit Soulmusik aufgewachsen, später kam sie über den Blues zum Rock, außerdem schätzt sie Hip Hop und Rap.

Die Themen sind breit gefächert, einige Titel handeln von Liebe, andere beschäftigen sich mit Aufbruch oder Freiheitsdrang. Auch lustige Stücke sind dabei. „Goodbye“ lautet der Titel einer Soul-Blues-Nummer, die die Anstrengungen thematisiert, den eigenen TV-Konsum einzuschränken. „Letzte Nacht hatte ich einen Albtraum, Dieter Bohlen lag in meinem Bett“, heißt es an einer Stelle.
„Auf die Plätze“ ist einer ihrer jüngsten Songs. Es geht um Zukunftsängste und den Weltuntergang, der die Menschheit am 21. Dezember erwartet, zumindest laut dem Maya-Kalender. Das ironische Lied beleuchtet die Religionen und hinterfragt, ob sie wirklich wichtig sind. Der Song „Wie viele Tage“ hingegen kreist um eine unschlüssige Beziehungsperson, die sich nicht für die Liebe entscheiden kann.

Mit lautstarkem Beifall dankte das aufgekratzte Publikum für den schmissigen Konzertabend.

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