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„Til Mette – Hupen Sie, wenn Sie Jesus lieben“

Kassel / Ausstellung „Til Mette – Hupen Sie, wenn Sie Jesus lieben“

Die „Caricatura“ – Galerie für komische Kunst im Kultur-Bahnhof Kassel zeigt vom 10. September bis zum 6. November die Ausstellung „Til Mette – Hupen Sie, wenn Sie Jesus lieben“. Der Cartoonist mit dem schnörkellosen Stil zeichnet seit 1995 exklusiv für das Magazin „Stern“. Er lebt und arbeitet in Hamburg und New York.

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Til Mette © pr.

Kassel (par). Til Mette ist der wohl bedeutendste Vertreter des US-amerikanischen Cartoon-Stils in Deutschland. Nicht ohne Grund war er derjenige, der 1995 als Nachfolger des legendären US-Cartoonisten Gary Larson beim „Stern“ ausgewählt wurde. Vierzehn Jahre lang – von 1992 bis 2006 – lebte Mette in New York. Der gebürtige Bielefelder sieht deutliche Unterschiede zwischen dem Humor in seinem Heimatland und den USA: „Die Amerikaner wollen ein Thema lustig rüberbringen, und die Deutschen wollen eher belehren.“ Mette selbst liegt die amerikanische Haltung mehr.

Ihm sei nicht daran gelegen, den Leuten einen Spiegel vorzuhalten. „Ich bin nicht der, der anderen sagt: ‚Da geht es lang.‘ Ich fühle mich aber stark genug, beim ‚Stern‘ zu sagen, was ich meine. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich unbedingt recht habe.“ Im „Stern“ erscheinen Mettes Cartoons seit 16 Jahren wöchentlich und exklusiv. Dort bearbeitet er nun drei Themen pro Heft – also ganze 160 Cartoons im Jahr. Mettes Zeichnerkarriere begann in den siebziger Jahren bei Zeitungen aus dem alternativen Umfeld. Schon als Student zeichnete er für die Süddeutsche Zeitung sowie die Frankfurter Rundschau und finanzierte damit teilweise sein Studium. 1985 war er Gründungsmitglied der taz in Bremen.

In seinem neuesten Buch „Gott, oh Gott . . .“ kriegen die Religionen und deren Vertreter ihr Fett weg. In einem seiner überwiegend schwarz-weißen und akkurat gezeichneten Cartoons muss sich Gott von einem naseweißen Bengel belehren lassen, dass es nicht mehr ausreiche, allgegenwärtig zu sein. Heutzutage müsse er bei Facebook sein.

Die Ausstellung in Kassel kann donnerstags und freitags zwischen 14 und 20 Uhr besucht werden. Am Sonnabend, Sonntag sowie an Feiertagen ist dies zwischen 12 bis 20 Uhr möglich. Der Eintritt kostet vier Euro.

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