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18:46 29.12.2013
Die St.-Martini Brass Band erfreut mit einem abwechslungsreichen Weihnachtskonzert. Quelle: han

Stadthagen. Mit strahlen Klängen wurden die Gäste wachgerüttelt. Die „Christmas Troika“ von James Curnow brachte die Stärken der Brass Band-Besetzung bestens zur Geltung. Geradlinig und triumphal kam diese helle, flirrende Musik daher.

Auf einem alten lateinischen Hymnus aus dem Vierten Jahrhundert basiert das Adventslied „Nun komm, der Heiden Heiland“. In ein eindrucksvolles Klanggewand hat der niederländische Komponist Jacob de Haan die Melodie gesteckt. Machtvoll und gewichtig kam der Lobgesang daher. Unter der Leitung von Michael Mensching bewiesen die Bläser viel Gestaltungskraft.

Aus dem 16. Jahrhundert stammt „Gaudete“. Das Lied verkündigt die frohe Botschaft von der Geburt Christi. Auch dieses Lied wirkte verdächtig modern, was an der Bearbeitung des Komponisten Rodney Newton lag. Wie ein Weckruf erschallten die Töne der hohen, strahlenden Bläser. Angetrieben vom Schlagwerk entwickelte sich eine kraftvolle, deklamierende Musik, die sich immer weiter steigerte. Schlussendlich wurden sogar Elemente aus Jazz und Rock beigemischt. Krachend, schmissig, energisch - so wurde die Ankunft des Heilands gefeiert.

Vielleicht eine der schönsten und rührendsten Melodien aus der Feder von Händel ist „For unto us a Child is born“ aus seinem Messias-Oratorium. Auch im Arrangement für Brass Band verfehlte das Chorstück seine Wirkung nicht.

Ein traditionelles Weihnachtslied in Form eines Kinderreims ist „The Twelve Days of Christmas“. Die fröhliche, volkstümliche Weise gefiel auf Anhieb, ebenso wie das quirlige Stück „Ding Dong merrily on high“, ebenfalls ein englisches Weihnachtslied.

Zwei literarische Häppchen servierte Wolf-Peter Koech. Er las die beiden Texte „Interview mit dem Weihnachtsmann“ von Erich Kästner und „ Die Ritterburg mit der Zugbrücke“ von Hanns Dieter Hüsch. Mit viel Applaus dankte das Publikum für den bunten Konzertabend. han