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Vielfältige Klänge beim Tanz der Orgel in der Stiftskirche

Obernkirchen / Kantorin Regina Ackmann geizt nicht mit Besonderheiten Vielfältige Klänge beim Tanz der Orgel in der Stiftskirche

Keine Frage, Regina Ackmann zählt zu den Organistinnen, deren Qualität und Ideenreichtum unstrittig sind. Keine Frage auch, dass sich der stattliche Zuhörerkreis am Mittwoch in der Stiftskirche etwas Besonderes erhoffte, denn das Motto des Abends lautete “Die Orgel tanzt”.

Obernkirchen (dis). Tatsächlich lag der Vortragsreigen weit weg von der so oft gebotenen konzertanten “Konfektionsware”, und die Publikumserwartungen wurden voll eingelöst. Wie gut es die Kantorin versteht, kompositorische Strukturen deutlich zu machen und Stimmungen aufzubauen, demonstrierte sie einleitend mit dem rhythmischen “The Beginning” von Michael Schütz (1964), den sie später noch einmal mit raffinierter Registerwahl im “Dance with me” (Klezmer Feel) teils wieselflink, teils sehr melodiös zu Wort kommen ließ. Wirkungsvoll setzte die Interpretin dann ruhig fließende und lebhaftere Figurierungen in Johann Hermann Scheins (1586-1630) Allemanden d-Moll sowie F-Dur gegeneinander, um sich anschließend in Ottorino Respighis (1879-1936) Balletto detto “Il Conte Orlando” mal volltönend, mal grazil einzufühlen. Von leichtfüßiger Virtuosität war Christoph Willibald Glucks (1714-1787) “Reigen seliger Geister” geprägt, dem Peter Tschaikowskys (1840-1893) origenell gestalteter “Tanz der Zuckerfee” folgte.

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