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Warum Guttenberg fast ertrunken wäre

Comedian Alfons Warum Guttenberg fast ertrunken wäre

Warum allein zu Hause Fernseh gucken, wenn es im Veranstaltungssaal geselliger zu haben ist? In der Aula des Ratsgymnasiums haben am Donnerstagabend 400 Gäste auf einer Leinwand amüsante Straßeninterview-Sequenzen mit „Reporter“ Alfons gesehen, erlebten wie Passanten ein TV-bekanntes Mikrofon mit Puschel-Windschutz unter die Nase gehalten bekamen und sich frei von der Leber weg zum Generationenvertag äußerten, zu regeltreuem Verhalten in der Kleingartenkolonie, zu Griechenland in der EU.

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„Viele Lekbroschinjör?“ Alfons, alias Emmanuel Peterfalvin, unterhält sein Publikum im Ratsgymnasium.

Für Fernsehen Eintritt bezahlen wo doch die Gebühreneintrittszentrale schon das Konto belastet? Nein, nicht nur dafür. Alfons, alias Emmanuel Peterfalvin, war persönlich da, unverwechselbar mit orangfarbener Jacke, Turnschuhen und figurentfremdener Stoffhose. Das Puschel-Mikro blieb allerdings auf dem Beistelltisch liegen. Niemand brauchte fürchten, der Comedian könnte von der Bühne klettern und mit Fragen belästigen. Zwiegespräch aber suchte Alfons im bewährten französischen Akzent sofort und mit Erfolg. Im Chor riefen 400 Zuhörer ihren Vornamen. Bei weiteren persönlichen Details ging Alfons – auch ohne Puschel-Requisit - zum Einzelangriff über: „Was ´aben Sie für einen Beruf?“ Der Angesprochene antwortete. Alfons verstand nicht. Der Mann wiederholte, wiederholte nochmals. Alfons rekapitulierte, was er gehört habe: „Ah, sie sind Lekbroschinjör“. Gibt es hier viele Lekbroschinjör?“ Der Franzose versprach Deutschland erst zu verlassen, „wenn ich die Menschen hier verstehe.“ Ein Entschwinden des Wahlhamburgers würden wohl nicht nur hiesige Elektroingenieure bedauern.

Mein Deutschland“ ist das aktuelle Alfons-Programm überschrieben. Zwischen Livebeiträgen und Filmvorführungen wechselnd ließ sich der studierte Kommunikaitonstechnologe ernsthaft-naiv über deutsche und französische Eigenarten und Unterschiede aus, über Medien und Volksvertreter. Alfons lobte die Geisteskraft der Deutschen. Gutenberg habe den Buchdruck erfunden, Guttenberg, der aufgrund der Länge seiner Vornamenliste „bei der Taufe fast ertrunken wäre“, die Kopiermaschinen.

Deutsche Vorschriften amüsierten Alfons, besonders die Straßenverkehrsregeln. Niemand überquere in Deutschland eine rote Fußgängerampel, auch wenn weit und breit kein Auto zu sehen sei und es dazu in Strömen gösse. Der Mann auf der Bühne gab der deutschen Eigenart eine historische Dimension: „Isch weiß nicht, warum sie die Berliner Mauer gebaut ´aben. Eine rote Ampel ´ätte es auch getan.“

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