Stadthagen (lmh). So führte der Berliner Künstler Marcus Jeroch seine Zuschauer auf wortakrobatischem Wege vom Dadaismus über die Kuhweide ins Museum und verdeutlichte die seiner Darlegung nach fäkalen Zusammenhänge der Begriffe.
„Lieber ledig als erledigt“, befand Chanson-Sängerin Alix Dudel. Petra Bassus, von Kändler als „Amsel des WoWo“ vorgestellt, sang von den Unwegsamkeiten einer Bergsteiger-Liebe: „Wo lehnst du dich an denn, in den Anden, in den Anden?“ Volker Thies, Sänger des Frieder-Schenck-Sextetts, setzte sich mit dem „achtbaren Nachbarn in Barbaras Nachtbar“ auseinander, welcher schließlich „Barbaras Nacht-Barbar“ wird.
Auch Kändler selbst kam zum Zuge, der sich im Duett mit Alix Dudel „einmal noch die Chance auf einen Tabledance“ wünschte: „Ich möchte dich bloß bloß seh’n.“
Der Zauberer Matthias Wesslowski empfahl „Dicht-Fix aus dem Baumarkt“ gegen „literarische Inkontinenz“, während er eine Flasche in eine Dose verwandelte und damit nachwies, dass es sich bei dem großen Wort „Transsubstantiation“ um nichts anderes handelt als „Dosierung“.
Die dadaistischen Züge des Abends trieb der Schlagzeuger „Schröder“ auf die Spitze, der das von Jeroch vorgetragene Gedicht des sich in ein Seepferd verwandelnden Flusspferdes begleitete. Erst zaghaft befüllte er auf den Trommelfellen aufgestellte Schüsseln und Becher mit Wasser und tränkte sein Instrument schließlich durch und durch. Während Jeroch anschließend bis zur Raserei über die Begriffe „Lebensweg“ und „Leben weg“ sinnierte, malträtierte der Musiker das Schlagzeug kunstvoll, dass es sprudelnd in alle Richtungen spritzte. Dass Friedhelm Kändler wie auch andere der auftretenden Künstler Stammgäste im Hause sind, betonte Heike Klenke von der Alten Polizei. Kändler trat dort bereits zur Eröffnung auf.
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