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Kultur überregional Irisches Märchen im Kindertheaterhaus
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00:00 19.12.2014
Das Stück „Zwerge versetzen oder Der Goldschatz am Ende des Regenbogens“ feiert am 25. Januar seine Premiere im Kindertheaterhaus. Quelle: Joachim Giesel
Hannover

Eine Insel, ein Ruderboot, ein Regenbogen. Und ein Zwerg, der einen Schatz bewacht. „Die ersten Proben sind prima gelaufen, ich habe ein gutes Gefühl“, sagt Harald Schandry, Hausherr im Kindertheaterhaus, Gründer und Chef des Klecks-Theaters und Regisseur des ersten Theaterstücks für Kinder ab fünf Jahren, das die beiden hannoverschen Autoren Wolfram Hänel und Hartmut El Kurdi gemeinsam geschrieben haben.

„Zwerge versetzen oder Der Goldschatz am Ende des Regenbogens“ ist die Bühnenversion von Hänels 1997 erschienenem Bilderbuch „Das Gold am Ende des Regenbogens“ - Grundlage ist ein irisches Märchenmotiv, das immer wieder neu und anders erzählt wird. „Wolfram hatte die Idee, und mich hat er gefragt, wie man szenisches Leben in die Geschichte bringen könnte. Dann haben wir uns an die Arbeit gemacht.“ Zunächst in gemeinsamen Gesprächen, dann entwickelte jeder für sich einzelne Szenen. „Ja, meine Bilderbuchgeschichte bekam für das Theater einen vollkommen anderen Mittelteil, Hartmut hat verblüffende Wendungen eingebaut und ich musste Anfang und Ende entsprechend angleichen.“

Weitere Informationen

Für Kinder ab fünf, Premiere am 25. Januar, 15 Uhr im Kindertheaterhaus, Altes Magazin, Kestnerstraße 18. Karten unter (0511) 81 69 81.

Teamwork für Schriftsteller, das ist eine besondere Herausforderung. „Wir wollten beide das bestmögliche Ergebnis, da muss man nun wirklich nicht jede einzelne Silbe verteidigen“, Wolfram Hänel bleibt gelassen, schließlich ist er darin geübt, zu zweit zu arbeiten. Gemeinsam mit seiner Partnerin Ulrike Gerold schreibt der ehemalige Hausautor der Theaterwerkstatt Hannover beispielsweise an einer Thriller-Reihe für Erwachsene. Auch Hartmut El Kurdi schätzt die Zusammenarbeit. „Sicher, man muss die Eitelkeit überwinden, aber man profitiert ja auch voneinander, wenn man die Texte gemeinsam noch einmal durchgeht.“

Die beiden Autoren sind oft und regelmäßig in Schulen zu Gast, Hänel kommt inzwischen auf rund 2000 Lesungen, der acht Jahre jüngere Kollege El Kurdi auf etwa 1000. „Da müssen die Texte funktionieren, vor allem, wenn die Schüler uns erst einmal gar nicht wollen.“ Umso mehr freuen sich die beiden Schriftsteller, wenn der Funke trotzdem überspringt.

Die Kindertheaterstücke „Der Trollspion“ von Wolfram Hänel und „Johnny Hübner greift ein“ von Theatermann und Kolumnist El Kurdi stehen bereits auf dem Spielplan des Klecks-Theaters im Alten Magazin. „Und deshalb wird es nun auch endlich einmal Zeit, dass wir in unserer Stadt gemeinsam ein Stück auf die Bühne bringen“, betonen die Theatermacher einstimmig. „Sprachlich ist es jedenfalls aus einem Guss“, schwärmt Regisseur Schandry.

Die Uraufführung war jüngst in Dortmund, mit einem „Ruhrpottkumpel“ als Zwerg, die Aufführung in Potsdam fiel weitaus märchenhafter aus. „Es ist wirklich spannend, auf wie viel verschiedene Arten unser Stück innerhalb kurzer Zeit auf der Bühne erzählt wird“, freut sich El Kurdi.

In Hannover wird Laetitia Mazzotti als Zwerg zu sehen sein. Auch als Ausstatterin spielt sie die Schlüsselrolle in dieser Geschichte über die Suche nach dem Glück, das Mimmie und ihr Opa am Ende des Regenbogens finden wollen.

dz

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