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Kultur überregional Romantik wie am Lagerfeuer
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00:16 06.06.2016
Gregor Meyle im Capitol in Hannover. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

"Keine Macht den Pessimisten", so heißt ein Song von Gregor Meyle. "Niemand würde sie vermissen", singt der Singer/Songwriter darin im fast ausverkauften Capitol. Wie immer trägt der Sänger Hut, Nerdbrille - und ein Lächeln im Gesicht. Denn Meyles Songs sind leichte, aber nicht seichte Hymnen, die man auch gut mit einer Akustikgitarre am Lagerfeuer spielen könnte. In seinen Liedern erzählt er von Liebeskummer und Freundschaft. Melancholie hört man fast nie: Sowohl Texte als auch Melodie klingen hoffnungsvoll. 

Der Sänger spielte schon im Alter von zwölf Jahren mit seiner Band "Young Guns" Guns N' Roses-Coversongs. Später baute er Bühnen, unter anderem für den Popsänger Sasha, zusammen und arbeitete als Tontechniker. Im Jahr 2007 belegte er nach Stefanie Heinzmann den zweiten Platz in Stefan Raabs Castingshow "SSDSDSSWEMUGABRTLAD". Künstlich wie ein Castingstar wirkt Meyle, der auch für Raabs Shows alle seine Songs selbst schrieb, nicht. Im Capitol quatscht viel zwischen den Liedern: Er erzählt vom Leben im Tourbus und seiner Vorliebe für Spaghetti-Eis zum Frühstück. 

Der 37-Jährige wirkt bodenständig und authentisch - wie auch schon im Jahr 2014, als er in der ersten Staffel der Musikshow "Sing meinen Song - das Tauschkonzert" auftrat. Dort teilte er die Bühne und die Songs mit nationalen Stars wie Gastgeber Xavier Naidoo, Sarah Connor und dem kürzlich verstorbenen Jazzmusiker Roger Cicero. Für Meyle der Durchbruch: Die Locations, in denen er spielt, sind seitdem viel größer geworden. Sarah Connor hat seinen Song "Keiner ist wie du" sogar, in ihrer eigenen Interpretation, auf ihrem aktuellen Album "Muttersprache" veröffentlicht. 

Im Capitol teilt Meyle die Bühne mit seiner zehnköpfigen Band, darunter auch ein Tubaspieler, ein Trompeter und der Geiger Christian Herzberger. Letzterer sieht laut Meyle "besser aus als David Garrett" und lässt die Lieder stellenweise nach Folk klingen. Schwelgerisch zwar, aber nicht zu schmalzig: Selbst sehr gefühlige Songs wie "Du bist das Licht", ein Song über den Tod von Meyles Großvater, klingen hoffnungsvoll. Offensichtlich nimmt der Sänger das Motto seiner Tour ernst: Das Beste kommt noch.

Am Ende des Konzerts wandern Meyle und Band mitten in die Menge, um dort einen Song vollkommen akustisch und ohne Strom zu spielen. Damit will Meyle einen intimen Moment schaffen. "Gut, dass man heute Abend kaum Telefone sieht", lobt der Sänger das Publikum. Das ist nur folgerichtig: Das Smartphone lässt man an einem Sommerabend mit prasselndem Lagerfeuer schließlich auch in der Tasche.

Von Sarah Franke

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