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Kultur überregional Projekt ermöglicht Kultur für alle
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06:04 19.12.2014
Klassik steht hoch im Kurs: Das Ensemble musica assoluta gibt regelmäßig Eintrittskarten ab. Quelle: Anna Schrettenbrunner
Hannover

Kultur verbindet. „Die Kultureinrichtungen haben sofort zugesagt“, freut sich Ute Kampmann von „Kulturleben Hannover“. Sie leitet das Projekt des Freiwilligenzentrums Hannover und sorgt mit derzeit zwölf ehrenamtlichen Kräften dafür, dass Restkarten für Theater- oder Konzertbesuche kostenlos an Kunstinteressierte verteilt werden, die sich sonst keinen Opern- oder Theaterabend leisten könnten.

Kultur für alle! Die bundesweite Initiative heißt „Kulturlogen in Deutschland“. In Hannover gab es Anfang 2014 einen Neustart unter der Dachmarke „Kulturleben Hannover“. Die Schirmherrschaft hat Karen Kamensek übernommen, die Generalmusikdirektorin an der Staatsoper Hannover: „Ich freue mich sehr über den Erfolg der Aktion, durch die viele Menschen Kultur erleben können, denen es sonst nicht möglich wäre. Denn der Zugang zu jeder Art von Musik ist für mich ein grundlegendes Menschenrecht.“

Mittlerweile haben Ute Kampmann und ihr Team rund 1500 Karten unter den Gästen verteilt. „Klassik ist am beliebtesten. musica assoluta beispielsweise engagiert sich von Anfang an bei uns, aber auch die Angebote der kleinen Theater- und Kabarettbühnen sind sehr gefragt“.

Herzstück der Initiative ist die Datenbank von „Kulturleben Hannover“, ein logistischer Kraftakt. Gäste, deren Einkommen unter einer bestimmten Grenze liegt, können sich im Freiwilligenzentrum anmelden und angeben, für welche Kunstsparten sie sich interessieren. Diese Daten werden gebündelt. Sobald entsprechende Restkarten ankommen, werden die Interessenten telefonisch benachrichtigt und können dann vorab die Tickets an der Theaterkasse abholen, dort liegen sie unter dem Namen der Gäste bereit.

„Wir haben inzwischen regelmäßige Kulturgänger, das sind vor allem Rentner, aber auch Arbeitssuchende, Alleinerziehende oder Flüchtlinge. Viele von ihnen gehen gern ins Theater, weil sie dort die deutsche Sprache hören können.“ Karten werden auch über soziale Einrichtungen oder Wohngruppen abgegeben.

Regelmäßig etwa alle sechs Wochen bekommt „Kulturleben Hannover“ beispielsweise 20 bis 30 Restkarten vom Niedersächsischen Staatstheater. „Das Angebot wird sehr gut angenommen, die Zusammenarbeit klappt prima“, bestätigt Heike Robrahn vom zuständigen Vertriebsmarketing. „Meist sind zwei oder drei verschiedene Stücke in der Oper und im Schauspielhaus dabei.“ Die Nachfrage steigt. Waren es Ende 2013 noch rund 250 Gäste, hat sich die Zahl inzwischen nahezu verdreifacht. Hinzugekommen seien viele Ehepaare und Familien, resümiert Projektleiterin Ute Kampmann. Deshalb möchte „Kulturleben Hannover“ das Angebot für Kinder und jugendliche Zuschauer künftig deutlich ausbauen. „Wir wollen nah bei den Menschen sein.“

Infos gibt es im Internet unter www.kulturleben-hannover.de.

Von Karin Dzionara

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