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Kultur überregional LiteraTour Nord kommt im Februar nach Hannover
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00:15 18.10.2016
Von Uwe Janssen
Wilfried Köpke ist Journalistikprofessor an der Hochschule Hannover. Gemeinsam mit Gabriela Jaskulla wird er die LiteraTour Nord in Hannover moderieren. Quelle: dpa
Hannover

„Morgen mehr“ heißt der aktuelle Roman von Tilman Rammstedt. Der aus Bielefeld stammende Bachmann-Preisträger beschließt am 9. Februar 2017 den Lesereigen der LiteraTour Nord im Literaturhaus Hannover. Vier Autorinnen und ein Autor werden bereits vorher ihre Visitenkarte abgegeben haben: Los geht es mit Olga Martynova am 27. Oktober, gefolgt von Teresa Präauer (17. November), Benedict Wells (8. Dezember), Kathrin Röggla (12. Januar, als einzige nicht im Literaturhaus, sondern in der Buchhandlung Decius) und Sabine Gruber (26. Januar). Hannover ist jeweils die letzte Station für alle Autoren, die zuvor in Oldenburg, Bremen, Lübeck, Rostock und Lüneburg aufgetreten sind und sich dem Publikum noch einmal stellen. Denn die Zuschauer entscheiden zusammen mit den Veranstaltern und den Moderatoren über den Preisträger der LiteraTour Nord. Die Auszeichnung vergibt seit 2006 die VGH-Stiftung.

„Morgen mehr“: Der Titel des Romans könnte auch für das wissenschaftliche Begleitprogramm gelten, das fester Bestandteil der Reihe ist. Von dieser Saison an wechselt der Hochschulpartner in Hannover. Statt der Universität wird von dieser Saison an die Hochschule Hannover mit der LiteraTour Nord zusammenarbeiten. Damit schwenkt der Fokus im begleitenden Seminar von der Literaturwissenschaft zum Kulturjournalismus. „In den meisten Fällen machen das die, die eh mit Büchern umgehen. Bei uns lernen jetzt angehende Journalisten, wie sie mit Literatur umgehen, von der Rezension bis zum Porträt“, erklärt Wilfried Köpke, Journalistikprofessor an der Hochschule. Köpke wird die hannoverschen Lesungen auch moderieren, zusammen mit Gabriela Jaskulla, die Kulturjournalismus an der Expo-Plaza lehrt und selbst Romanautorin ist. Für Köpke geht es auch darum, ein „Medium ins Fernsehen zu bringen, bei dem viele sagen: Das geht gar nicht“. Jaskulla will sich mit Bachelor-Studenten um grundlegende Fragen kümmern: „Wie geht man mit Büchern und mit Schriftstellern um? Vielen Studenten ist die Produktionsseite überhaupt nicht klar, wie beispielsweise ein Text zustande kommt oder wie der Literaturbetrieb funktioniert.“ Das grundsätzliche Interesse an Büchern sei nach wie vor da, vielfach würden sie „sogar als Buch“ gelesen und nicht auf einem Lesegerät, hat Köpke beobachtet, der mit seinen Studenten vor allem Autorenporträts erstellen will und damit spätestens ab der kommenden Saison auch die Lesungen selbst aufwerten möchte.

Das stößt bei den Organisatoren natürlich auf offene Ohren. Kathrin Dittmer vom hannoverschen Literaturhaus freut sich jedenfalls auf „neue Impulse“ in der Zusammenarbeit mit der Hochschule.

Alle Termine und weitere Infos unter www.literatournord.de.

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