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Kultur überregional Mädchenchor glänzte bei Weihnachtskonzert
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00:15 10.12.2014
Am Freitagabend gab der Mädchenhchor Hannover unter Leitung von Gudrun Schröfel sein Weihnachtskonzert in der Marktkirche. Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

Chorleiterin Gudrun Schröfel bewies in ihrer Programmgestaltung erneut Fingerspitzengefühl: mehrstimmige Weihnachtsliedsätze wurden höchst differenziert und transparent zelebriert, und das Gesamtprogramm überraschte mit neuen Ideen.

Gleich zu Beginn behauptete sich Monteverdis „Toccata“ aus „L’Orfeo“ gegenüber dem in die Marktkirche hineinschallenden lärmigen Weihnachtsmarkttrubel. Da schon wurde klar: Die wahre Musik an diesem Abend spielt im Kirchenschiff. Das Ensemble Schwerpunkt (ein 2009 von Studenten der Musikhochschule gegründetes  Blechbläserquintett) sollte auch später noch auftrumpfen können: etwa mit Friedrich Silchers Vertonung von „Macht hoch die Tür“.  

„O Magnum Mysterium“ (das „große Rätsel“ des Weihnachtswunders) war das Konzert überschrieben und es ertönte auch gleich als Uraufführung nach der Toccata. Marcus Aydintan hat dem Chor darin einen stimmungsvollen Part gegenüber ganz leisen und hohen Streicherklängen zugewiesen. Das Orchester „il gioco col suono“ (das „Spiel mit dem Klang“) – seit Jahren zusammen mit Marktkirchenorganist Ulfert Smid Partner des Chores bei den Weihnachtskonzerten – zeigte gleich hier entsprechende Qualitäten. Passend folgte Harrison Birtwistles „Music for sleep“ für Kinderchor und kleines Instrumentalensemble. Als empfindsam naturnah klingendes Mysterium präsentierte dies der Nachwuchschor unter Georg Schönwälder – leider von der Empore und dadurch mit etwas verhaltener Klangpräsenz. Dann folgte der Kernpunkt des Abends: Sätze der lateinischen Messe in Vertonungen verschiedener Komponisten vom Barock (prachtvoll gesungen das Kyrie Margarita Cozzolanis) über die Klassik (Johann Michael Haydns schwungvolles Gloria) und Romantik bis hin zur Gegenwart mit Alfred Koerppens eindringlichem „Agnus Dei“ und dessen wirkungsstark austarierten Clustern.

Die ganz große Überraschung kam dann zum Schluss. Kaum jemand kennt die 1881 uraufgeführte und von Gabriel Fauré und dessen Schüler André Messager gemeinsam komponierte „Messe pour les pêcheurs de Villerville“. Was sie ist? Purer Ohrenschmaus! Was sie nicht ist? Kitschig oder seicht! Als Chorstück ist sie ein ausgesprochen dankbares Werk – nicht kompliziert und ein Paradestück für Schönklang. Zumal auch noch Starklarinettistin Sharon Kam (ihre Tochter ist Chormitglied) und die beiden Staatsorchestermusiker, Flötist Vukan Milin und Oboist Nikolaus Kolb, zusammen mit dem Orchester das musikalische Gefüge zusätzlich veredelten.

Am 11. Januar gibt der Mädchenchor um 11.30 Uhr sein Neujahrskonzert in der Staatsoper.

Von Günter Helms

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