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Kultur überregional Maybepop im Theater am Aegi
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22:24 18.12.2014
Maybebop live im Theater am Aegi. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

Der Lütte ist gut: Im überlangen roten T-Shirt steht Niklas von der Grundschule Wendlandstraße an diesem Nachmittag auf der Bühne des Theaters am Aegi. Vor ihm sitzt Bariton Oliver Gies, kreativer Kopf der A-cappella-Band Maybebop und in diesem Moment: Buzzer. Gerade hat er von Niklas einen Klaps auf den Kopf bekommen, dann ist er sein Mikro auch schon los: „Stille Nacht“, kräht Niklas, ein bisschen außer Atem, ein bisschen triumphierend. 2:0! Ein Punkt noch, dann hat er das große Weihnachtsmelodien-Raten gewonnen. Seine Kontrahentin Annegret, vielleicht viermal so alt wie er, wirkt unschlüssig. „Annegret, glaubst du, dass es pädagogisch sinnvoll ist, was du da machst?“, fragt Countertenor Jan Bürger.

Der Saal gluckst. Schließlich ließe sich in diesem ersten von insgesamt drei Maybebop-Weihnachtskonzerten in Hannover auch über den erzieherischen Wert von den liebevoll mit der Hand ... nun: gefurzten Weihnachtsliedern streiten. Aber das will zu diesem Zeitpunkt niemand.

Es ist das zehnte Jahr, in dem Maybebop in der Adventszeit durch Deutschland tourt. Eine Tradition, die keiner missen mag - weder die Band noch ihre Fans, die die vier Jungs am Ende des gut zweistündigen Programms gar nicht mehr ziehen lassen wollen. Zu viel Spaß machen Songs wie „Adventskalender“, in dem das Quartett die viel beklagte Praxis deutscher Supermärkte persiflieren, schon im Hochsommer Spekulatius, Stollen und Schokoweihnachtsmänner aufzufahren. Zu glücklich sind die Arrangements traditioneller Stücke wie „Wir sagen euch an den lieben Advent“, mit dem Maybebop eingangs nacheinander an den Türen des stockdunklen Saals auftaucht, jeder eine Kerze in der Hand. Zu rund ist das Gesamtkonzept von „Schenken“, in dem für Choreinlagen des Publikums in astreinem vierstimmigen Satz ebenso Platz ist wie für die inzwischen obligatorische Session, in der Gies aus den absurdesten Stichwörtern (darunter: Dackel, Erdkrustenverschiebung, Krawattenknoten) ein Stück Hardrock improvisiert. Dass das am Ende eher bluesig gerät - wen interessiert’s?

Die Qualität stimmt, und das durchgängig. Wo andere Formationen sich und ihren Fans Verschnaufpausen gönnen, jagt hier bis in die Zugaben eine Groteske die nächste (im Medley der Hits dieses Jahres zum Beispiel folgt auf Helene Fischers „Atemlos“ die schöne Zeile „It’s hard out here for a bitch“ von Lily Allen).

Das heißt: Ein bisschen besinnlich ist es auch. Als nach der Pause Niklas mit dem Chor seiner Schule wieder auf der Bühne steht und Maybebop zwei Songs lang begleitet, wird es ganz still im Saal. Und als jedes Kind dann ein kleines LED-Teelicht aus der Hosentasche zieht und ins Publikum reicht, wo sie fortan heimelig blinken, meint Bassist Sebastian Schröder: „Spätestens jetzt ist bei mir Weihnachten.“ Recht hat er.

Charlotte Schrimpff

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