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Kultur überregional Nordisch-mystische Klänge in der Martinskirche
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00:22 02.09.2015
Faszinierender Klang: Hanna & Kerttu in der Martinskirche. Quelle: Philipp von Ditfurth
Hannover

„Miau, miau“, machte es aus dem Publikum zwischen Elektrobeats, fließenden Orchesterklängen und Gitarrenakkorden. So klang es, als das finnische Duo Hanna & Kerttu das Publikum dazu aufforderte, bei ihrem Lied für Katzenliebhaber mit zutun. Gemeinsam mit dem Orchester im Treppenhaus waren die beiden nordischen Musiker beim Kultursommer in der Martinskirche zu erleben. Das Orchester, das für seine untypischen und unkonventionellen Musikprojekte bekannt ist, eröffnete das Konzert (in diesem Fall eher konventionell) mit den ersten beiden Sätzen aus Peter Tschaikowskys „Souvenir de Florence“. Danach verzauberte das Duo Hanna & Kerttu die rund 450 Zuhörer mit nordisch-mystischen, fast märchenhaften, sehr ungewöhnlichen Klängen. Zur Gitarre mischten sich Melodica, elektronische Klänge, die glasklare, hohe Stimme der Sängerin und auch mal die Kalimba.

Während der zweiten Hälfte des Abends, die musikalisch deutlich überzeugender war als die erste, fusionierten Duo und Orchester zu einem gemeinsamen Klangorgan. Denn eigens für diesen Abend hatte das Komponisten-Duo Christopher Böhm und Hans-Christian Stephan Orchesterarrangements zu den Songs von Hanna & Kerttu geschrieben. Wer bis zu diesem Zeitpunkt dem Gesang der sympathischen Finnin nicht schon verfallen war, der konnte sich nun wohl dessen kaum mehr erwehren. Orchester, Gesangsstimme, Gitarre und die Elektrobeats fusionierten zu einer faszinierenden Musik.

Das Publikum war am Ende restlos begeistert, ein ungewöhnlicher und beeindruckender Abend zum Finale des diesjährigen Kultursommers, der am Sonnabend mit einem Konzert in Brelingen zu Ende ging. Insgesamt kamen 4500 Besucher zu 22 Veranstaltungen, teilte die Region gestern mit. Damit konnte das positive Ergebnis der vergangenen Jahre wiederholt werden.     

Miriam Stolzenwald