Hans Traxler wird am 21. Mai 80 Jahre alt – Anlass genug für eine Ausstellung in der Frankfurter „Caricatura“.
Anlass für die Ausstellung ist der 80. Geburtstag des Künstlers am 21. Mai. Traxler zeichnete und textete in den vergangenen sechseinhalb Jahrzehnten für etliche Zeitungen und Zeitschriften. Zudem hat er rund 50 Bücher herausgebracht, etwa die Bestseller „Die Wahrheit über Hänsel und Gretel“ und „Birne. Das Buch zum Kanzler“.
In der Ausstellung seien vorwiegend Cartoons aus den vergangenen 20 Jahren ausgestellt, sagte Traxler. Die Ölgemälde würden zum ersten und zum letzten Mal gezeigt. Er habe diese „ganz ohne Pointenzwang“ meist im Hochgebirge direkt vor dem Motiv gemalt.
„Ich war immer ein sehr realistischer Karikaturist“, ergänzte der Zeichner, der seit Anfang der fünfziger Jahre in Frankfurt/Main lebt. Daher habe er seinen Stil „überhaupt nicht ändern“ müssen, als er von politischen und zeitgenössischen Karikaturen zu Bildern und Illustrationen von klassischen Texten gewechselt sei.
Eine meterhohe Installation zu dem Titel der Schau ist zu sehen: Während eine hübsche Katze ordentlich zugedeckt in einem großen Doppelbett ruht, liegt ihr Herrchen zusammengekauert auf einem überdimensionierten Katzenbaum und schläft. Dazu ist leises Miauen und Schnarchen zu hören. Daneben steht: „Herr Löhleins Katze hat einen starken Charakter.“
Außerdem ist ein Modell von Traxlers „Ich-Denkmal“ ausgestellt, das Parks in Frankfurt und Kassel ziert. Ein steinerner Sockel steht dort, den man über die Rückseite betreten kann. Auf der Vorderseite prangt in goldenen Buchstaben „Ich“. Eine Tafel animiert, sich auf den Sockel zu stellen und fotografieren zu lassen. Auf dem Denkmal ist der Schriftzug angebracht: „Jeder Mensch ist einzigartig.“
Traxler wurde am 21. Mai 1929 im heutigen Tschechien geboren. Er kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Regensburg und verkaufte mit 17 Jahren seine erste Karikatur. Er studierte vier Jahre lang Malerei am Städel bei Georg Meistermann. 1962 gründete er mit Chlodwig Poth und anderen das Satiremagazin „Pardon“, später mit Kollegen die Zeitschrift „Titanic“. In den achtziger und neunziger Jahren produzierte er Cartoons und Bildergedichte für die Magazine der Blätter „Die Zeit“, „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und „Süddeutsche Zeitung“. In den vergangenen Jahren zeichnete und textete er verstärkt Bilderbücher für Kinder. epd
Die Ausstellung im „caricatura museum frankfurt“, Weckmarkt 17, ist bis zum 26. Juli zu sehen. Öffnungszeiten sind dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr und mittwochs bis 21 Uhr. Internet: www.caricatura-museum.de
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