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Kultur überregional Warten in wadentiefen Wassermassen
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14:16 26.06.2016
Gibt's was Neues? Der Blick aufs Smartphone sollte für die Festivalbesucher ein wichtiger werden. Quelle: dpa
Scheeßel

Am Sonntagmorgen kommt die vorläufige Erlösung: FKP Scorpio, Veranstalter des Open-Air-Festivals Hurricane, verkündet den Gästen per Festival-App, das Gelände sei nun geöffnet. Das ist fast schon ein Grund zu Jubeln an einem Wochenende der Notlösungen und Katastrophenpläne. Zumindest für jene Besucher, die noch nicht entnervt und völlig durchnässt abgereist sind. Sollte das Sonntags-Programm tatsächlich stattfinden wie geplant, warten auf die Hartnäckigen immerhin noch Bands wie Bloc Party, Deichkind oder Mumford & Sons. Ob diese darüber hinwegzutrösten vermögen, dass die für Sonnabend angekündigten Höhepunkten wie Frank Turner, The Offspring oder The Prodigy schließlich vollständig abgesagt werden musste, ist fraglich.

Allerdings macht das verbliebene Publikum eher den Eindruck, bei weitem nicht nur für die Musik angereist zu sein. Für viele stehen Party und Erlebnis im Vordergrund. Und Erlebnisse haben die ersten drei Festivaltage nun wirklich zu bieten, wenn auch vorwiegend unangenehme. Unwetter, Dauer- und Starkregen gehören dazu. Aber auch das Warten auf Neuigkeiten. Immer wieder wurden Konzerte abgesagt, Bühnen geschlossen und das Veranstaltungsgelände gesperrt.

Wer rechtzeitig auf sein Smartphone geschaut oder das Festivalradio gehört hat, wurde am Sonnabend aufgefordert, sich nach Möglichkeit in ein Fahrzeug zu begeben. Die Warnung bleibt den Großteil des zentralen Festivaltags über bestehen. Die Ankündigungen, man wolle doch noch versuchen, Konzerte zu ermöglichen, lösten sich bis zum musiklosen Ende des Tages immer wieder in heftigen Regengüssen auf. Abends gaben viele auf und traten durch zum Teil wadentiefe Wassermassen den Weg nach Hause an.

Bereits im Februar hatte der Veranstalter gemeldet, das Festival sei mit 73.000 Kombitickets ausverkauft. Viele der Käufer sind am Sonntag nicht mehr auf dem Gelände. Die Verbleibenden haben jedoch nicht alle ihren Humor verloren. Eine twittert: „Das Wort Kombi-Ticket kommt übrigens daher, dass man die Hälfte des Festivaltages evakuiert im Kombi verbringt.“

Von Thomas Kaestle

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