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Kultur Pferde ziehen immer
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00:00 24.05.2017
Sahen früher ganz anders aus: Hanni und Nanni (Laila und Rosa Meinecke, v. l.) Quelle: Stephan Rabold
Hannover

Was tun, wenn eine Mädchenfilmreihe zu gut läuft, um sie einfach einzustellen, die Hauptdarstellerinnen aber für eine weitere Fortsetzung zu alt geworden sind? Nun, die Produzenten der bisherigen drei auf die gleichnamigen Romanfiguren von Enid Blyton zurückgehenden „Hanni & Nanni“-Streifen setzen einfach alles zurück auf Anfang. Dazu wurde auch gleich die ganze Besetzung ausgetauscht – bis auf Katharina Thalbach, die sich als Französischlehrerin Madame Bertoux einmal mehr betont schrullig geben darf.

Rückkehr ins Internat

Für die beiden Titelheldinnen bedeutet der Neustart, dass sie erstmal gegen ihren Willen wieder auf das Mädcheninternat Lindenhof müssen. Dort setzen die eineiigen Zwillinge zunächst alles daran, die Probezeit nicht zu überstehen. Doch Direktorin Frau Theobald (Maria Schrader) spielt da nicht mit, und Nanni (Rosa Meinecke) findet in der Schule Anschluss an die Reiterclique und Gefallen an Problempferd Pegasus. Hanni (Laila Meinecke) fühlt sich einsam und verraten, findet durch ihre Zufallsbekanntschaft mit dem alten Godehard von Knigge (Henry Hübchen) aber auch heraus, dass dessen Tochter Lindenhof zugunsten eines Golfresorts abreißen lassen will...

Die Grundzüge der Story sind dieselben wie im ersten „Hanni & Nanni“-Abenteuer von 2010. Es geht um das Eingewöhnen ins Internat, die Rettung von Lindenhof und die Emanzipation Nannis von ihrer dominanten Schwester. Zudem stehen wieder das Übernehmen von Verantwortung sowie die Bildung von Teamgeist auf dem Lernprogramm.

Schnelle Lösung für alle Konflikte

Allerdings ist auch unübersehbar, dass die Filmemacher mit ihrem Reboot unbedingt an den großen Erfolg von Detlev Bucks „Bibi & Tina“-Reihe andocken wollen. Darauf deuten die Pferdelastigkeit der Handlung und einige unvermittelte Musical-Einlagen hin. Überhaupt wird hier mehr auf Zielgruppenwirksamkeit statt auf Eigenständigkeit gesetzt. Und so flott Isabell Šuba („Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste“) den Film inszeniert hat, so turboschnell führt sie am Ende alle Konflikte einer Lösung zu.

Von Jörg Brandes / RND

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