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Hannovers „Star für Oslo“

Charts-Rekord: Lena Meyer-Landrut überbietet die Beatles

Drei Lieder gleichzeitig in den offiziellen Top Fünf: Hannovers „Star für Oslo“, Lena Meyer-Landrut, hat einen neuen Charts-Rekord aufgestellt.
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Verkaufsschlager: Lena Meyer-Landrut aus Hannover.

Verkaufsschlager: Lena Meyer-Landrut aus Hannover.

© Martin Steiner

Doch, man darf sie jetzt in einem Atemzug mit den Beatles nennen, mit Elvis Presley, mit Michael Jackson und Madonna. Vielleicht noch nicht, was die künstlerische Durchschlagskraft betrifft, den globalen Kult und die jahrzehntelange Karriere. Aber immerhin: Seit gestern hält Lena Meyer-Landrut einen Rekord, den ihr niemand mehr nehmen kann; die 18-jährige Hannoveranerin hat etwas geschafft, was auch den ganz Großen der Zunft zu ihrer Zeit nicht gelang: Als erste Künstlerin in Deutschland überhaupt hat sie aus dem Stand drei Hits in den Top Fünf der offiziellen Media-Control-Charts platziert. Diese Single-Hitparade gibt es immerhin seit 1959.

Meyer-Landruts Titel „Satellite“, mit dem sie am 29. Mai in Oslo Deutschland beim Eurovision Song Contest vertritt, landete auf Anhieb auf Platz eins. Außerdem belegt sie in den am Freitag erscheinenden Top 100 die Plätze drei („Bee“) und vier („Love Me“). Damit hat die junge Karriere der Schülerin nach ihrem Sieg bei Stefan Raabs Auswahlshow „Unser Star für Oslo“ dank einer gewaltigen PR-Maschinerie einen weiteren Höhepunkt erreicht. Das Video zu „Satellite“ hatte bereits als erstes Musikvideo überhaupt direkt vor der ARD-„Tagesschau“ Premiere. Außerdem verkaufte sich „Satellite“ binnen drei Tagen bei den Downloadportalen so häufig wie noch kein Musikdownload zuvor.

Laut ihrer Plattenfirma Universal wurden von „Satellite“ bisher 100.000 Down­loads und 50.000 „echte“ CDs verkauft – das Lied erreichte damit innerhalb einer Woche Gold-Status. Media-Control-Charts-Experte Maik Hausmann berichtete gestern, dass sich „Satellite“ dreieinhalbmal so häufig verkaufte wie der zweitplatzierte Titel „Alors on danse“ des belgisch-ruandischen Rappers Stromae. Im Mai soll ein von Stefan Raab produziertes Lena-Album erscheinen.

Unterdessen steht fest, dass die Schülerin in Oslo an 22. Stelle ins Rennen gehen wird. Insgesamt treten im Finale des europäischen Popwettbewerbs 25 Künstler an. Der Norddeutsche Rundfunk durfte als Gewinner einer „Wildcard“ selbst den deutschen Startplatz bestimmen.

Ein Vorteil? Jein. Denn erstmals dürfen in diesem Jahr die Zuschauer vom ersten Lied an für ihre Favoriten anrufen – nicht erst am Ende. Allerdings entsteht dadurch für die später startenden Kandidaten kein Nachteil, wie die zuständige European Broadcasting Union versichert. „Studien“ hätten ergeben, dass die meisten Zuschauer ohnehin erst am Ende der Show anrufen. Zudem wird im Finale pro Land eine Expertenjury Punkte vergeben. Deren Urteil und die Telefonabstimmung fließen je zur Hälfte ins Ergebnis ein.

Bis zum Abitur Mitte April will sich Lena medial zurückhalten – mit einer Ausnahme: Am Sonnabend sitzt sie auf dem weißen Sofa bei Thomas Gottschalks „Wetten, dass..?“ im ZDF.

Imre Grimm und Jan Sedelies


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