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Medien Crowdfunding-Plattform für Journalismus gestartet
Nachrichten Medien Crowdfunding-Plattform für Journalismus gestartet
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17:43 16.12.2014
Die Recherche-Webseite Correctiv startet eine Crowdfunding-Plattform für journalistische Projekte.  Quelle: Britta Pedersen/dpa
Berlin

Die Recherche-Webseite Correctiv hat eine Plattform zur Finanzierung journalistischer Projekte gestartet. Auf crowdfunding.correctiv.org können Leser zum Start am Dienstag sechs Projekte unterstützen. Darunter sind Recherchen zu Flüchtlingen, häuslicher Gewalt und Überwachungssoftware. Dafür sollen jeweils zwischen 2200 und 4500 Euro gesammelt werden.

Die Finanzierung funktioniert als Crowdfunding auf Spendenbasis: Unterstützer können ihre Finanzierung als Spende geltend machen, weil Correctiv eine gemeinnützige Organisation ist. Die Technik für die Crowdfunding-Seite kommt von der Plattform Startnext. Journalisten können eigene Projekte einreichen, die dann von Correctiv geprüft werden. „Uns ist wichtig, dass eine Geschichte dem Gemeinwohl dient“, sagte Projektleiter Jonathan Sachse der Deutschen Presse-Agentur.

Im Gegensatz zu anderen Crowdfunding-Plattformen will Correctiv die Projekte intensiv betreuen, sagte Sachse. „Wir garantieren, dass jede Geschichte auch wirklich abgeschlossen wird.“ Die Redaktion will die Journalisten unterstützen und notfalls eine Recherche fertigstellen.

Es gibt bereits mehrere Medienprojekte, die von vielen Unterstützern per Crowdfunding finanziert werden. Dazu zählen die Webseite Krautreporter oder das Recherche-Duo Crowdspondent. Dennoch sieht Correctiv einen Bedarf für eine spezielle Crowdfunding-Plattform für Journalisten. „Wir glauben, dass wir nochmal einen anderen Ansatz haben“, sagte Sachse. Dazu gehörten der Fokus auf investigative Recherche, die Betreuung der Journalisten und die Gemeinnützigkeit.

dpa

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