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08:54 05.12.2014
Zum 20. Mal hat die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) den Medienpreis an Journalisten und Mitarbeiter von privaten Hörfunksendern, Bürgerradios sowie von privaten Fernsehstationen und von Bürgerfernsehen vergeben. Quelle: Wilde
Hannover

Olaf Glaeseker war den Umgang mit Medien gewohnt, doch seit drei Jahren meidet der ehemalige Sprecher von Christian Wulff die Kameras und Mikrofone. Nur ein einziges Mal stellte er sich seither einem TV-Interview. Die Dokumentation „Der Präsident und sein Freund – Die Causa Glaeseker“, die Sat.1 Regional daraus machte, wurde am Donnerstag beim Niedersächsischen Medienpreis ausgezeichnet.

Das Autorenteam Matthias Janott und Christopher Jawurek habe eine präzise, authentische und hochwertige Dokumentation produziert, urteilte die Jury. Einen ersten Preis bekam auch die Dokumentation „Blick hinter die Kulissen – Leben in den Wahrendorffschen Kliniken“ von Nadja Kott, die auf RTL ausgestrahlt wurde. Der Privatsender konnte sich noch über zwei weitere Preise freuen. In der Kategorie Unterhaltung gewann Elliot Usifo mit seinem Beitrag „Der härteste Feuerwehrmann der Welt“, den „Förderpreis Volontäre“ holte Maedeleine Lütke für RTL mit dem Beitrag „Gastarbeiter aus Italien“.

Es war am Donnerstag bereits das 20. Mal, dass die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM) den Medienpreis an Journalisten und Mitarbeiter von privaten Hörfunksendern, Bürgerradios sowie von privaten Fernsehstationen und von Bürgerfernsehen vergeben hat. Insgesamt waren die Auszeichnungen mit einer Summe von 20.500 Euro dotiert.

Prominente Laudatoren

Das Lob für die Preisträger überbringen beim Medienpreis prominente Laudatoren. Neben Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) sagten Donnerstagabend unter anderem auch Sat.1-Nachrichtenmoderator Marc Bator, Bill Liederwald von der Band „Ich kann fliegen“ und Pro-Sieben-Fernsehmoderatorin Annemarie Carpendale, was sie an den prämierten Beiträgen besonders beeindruckt hatte.

Für ihn sei der Landesmedienpreis ein Fixpunkt im Jahr, auf den er sich immer freuen könne, erzählte ein gut gelaunter Moderator Desimo. Dagegen gestand der Schirmherr, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), dass er tatsächlich in diesem Jahr zum ersten Mal den Weg zur Preisverleihung gefunden habe. „Erst jetzt begreife ich, was ich verpasst habe“, sagte er. Der Medienpreis zeichne Qualität aus und über Qualität binde man Zuschauer, ist sich der Regierungschef sicher, und lobt: „Das machen die privaten Sender in Niedersachsen richtig gut.“

Schirmherr der Veranstaltung ist Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Er traf bei dem Abend unter anderem auf seinen Amtsnachfolger als Oberbürgermeister, Stefan Schostok, sowie auf Regionspräsident Hauke Jagau.

Unter den 550 Gästen fanden sich auch zahlreiche Medienvertreter, darunter der, Bela Anda aus der Chefredaktion der „Bild“-Zeitung und Harald Gehrung, Geschäftsführer von Radio „ffn“. Auch 96-Präsident Martin Kind, Schauspielerin Denise M’Baye und Kabarettist Dietmar Wischmeyer applaudierten den Preisträgern.

Bürgersender „oldenburg eins“

Doch nicht nur Fernsehbeiträge, auch Radiosendungen und -reportagen wurden mit dem Niedersächsischen Medienpreis ausgezeichnet. Den ersten Preis in der Kategorie „Information“ gewann in diesem Jahr Ann-Kathrin Büüsker mit dem Beitrag „Asoziale im Nationalsozialismus“, der auf dem Bürgersender „oldenburg eins“ ausgestrahlt wurde. In ihrem Feature zeichnete die Autorin das Schicksal von zwei Besenbindern nach, die 1938 ohne jeden Grund „zur vorsorglichen Verbrechensbekämpfung“ verhaftet wurden. Im Konzentrationslager Sachsenhausen verlor sich ihre Spur. Büüsker habe mit sorgfältiger Recherche und einer abwechslungsreichen, radiogerechten Präsentation beeindruckt, hieß es im Urteil der Jury.

Besonderen Applaus gab es auch für die Schüler der Freien Schule Braunschweig. Die hatten sich mit Senioren getroffen und sich in einer Radiosendung ausgetauscht über Kindheit heute und in den Nachkriegsjahren. Für diesen generationenübergreifenden Brückenschlag gab es den Sonderpreis „Schul- und Internetradio“.

Das monatelange Gezerre um die Führung des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ hat offenbar ein Ende: Chefredakteur räumt Wolfgang Büchner seinen Posten zum 31. Dezember. Das teilte der Spiegel-Verlag am Donnerstag in Hamburg mit.

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