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Eurovision Song Contest

Hannoveranerin räumt bei Raab ab

Stefan Raab suchte bei der ersten Ausscheidungsshow am Dienstagabend Künstler für den deutschen Beitrag zum Eurovision Song Contest. Unter dem Motto „Unser Star für Oslo“ konnten sich fünf Kandidaten für das Halbfinale qualifizieren. Die Abräumerin des Abends: Die 18-jährige Lena Meyer-Landrut aus Hannover.
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Die 18-jährige Lena Meyer-Landrut aus Hannover bei ihrem Auftritt auf der Bühne.

Die 18-jährige Lena Meyer-Landrut aus Hannover bei ihrem Auftritt auf der Bühne.

© dpa

„Ich möchte, dass am Ende keine Superpfeife rauskommt“, hatte Stefan Raab vorher gesagt, „keine Tussis und erst recht keine geklonten Popstars“. Und tatsächlich: Nichts war zu sehen am Dienstagabend von den zitternden Hühnchen und rappenden Testosteronbomben der RTL-Konkurrenz „DSDS“. Stattdessen: echte Menschen, echte Musik bei der ersten Ausgabe des ARD/PRO7-Joint-Ventures „Unser Star für Oslo“.

Die Abräumerin des Abends: Die 18-jährige Lena Meyer-Landrut aus Hannover. Mit dem Partytitel "My Same" von Adele riss sie "Jurypräsident" Raab als letzte Starterin im Feld vom Sessel. Für einen Moment vergaß er die Größe des Augenblicks, die "nationale Aufgabe", die er sich selbst gestellt hatte: "Das hat mich echt gekickt! Geil!". Mitjurorin Yvonne Catterfeld nannte den Auftritt "sensationell". Mehr noch: "Ich knutsch' dich. Wenn Plattenfirmen mit Dir keine Platte machen, sind sie blind und taub." Selbst der gestrenge Marius Müller-Westernhagen, Dritter im Jurybund, ließ sich zu einem Kompliment herab: "Die Menschen werden dich lieben."

Lena Meyer-Landrut macht derzeit Abitur und hat bisher nur auf der Schulbühne gestanden. "Ich war so unglaublich nervös", sagte sie hinterher, blieb öffentlich aber cool in ihrer eigenen, koketten Nora-Tschirner-Haftigkeit. Sie freue sich "ganz hart". Mit ihr erreichten von den ersten zehn Finalisten vier weitere die nächste Runde: der kleine "Hobbit" Cyril Krueger, die Kölner Hallenfavoritin Katrin Walter, die blonde Kerstin Freking und Partymädchen Meri Voskanian. Sie alle dürfen in 14 Tagen wieder ran.

Die Show war ein ermutigender Auftakt zu einer achtteiligen Reihe, nicht unflott moderiert von Matthias Opdenhövel und der ARD-Radiomoderatorin Sabine Heinrich. Viel war von "Qualität" die Rede und "Originalität" und "Authentizität" und anderen Wörtern mit "tät". Fortsetzung folgt – am kommenden Dienstag mit den nächsten zehn Finalisten.

Und falls ein paar Bedenkenträger in den ARD-Gremien wirklich Angst gehabt haben sollten vor der Kooperation mit diesem Herrn Raab, dann sollten sie zwei Zahlen kennen: 56 Prozent der Zuschauer von Raabs „tv total“ haben einen Abschluss an einer weiterführenden Schule, Abitur oder einen Universitätsabschluss. Bei Frank Plasbergs ARD-Mittwochstalk „Hart aber fair“, gemeinhin als „anspruchsvoll“ bewertet, sind es nur 47 Prozent. Ein schlappes Prozent mehr als bei „Big Brother“ auf RTLII.

Und zu denen gehört auch bald Lena Meyer-Landrut. Das hat sie versprochen. "Ich mache mein Abitur." Ganz egal, wohin diese seltsame Grand-Prix-Reise sie führt.

Umfrage: Soll Lena Meyer-Landrut für Deutschland in Oslo starten?

Video: Lena Meyer-Landruts Auftritt bei Stefan Raab

[Imre Grimm]

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