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Medien Abschluss der Trilogie mit Robin Williams
Nachrichten Medien Abschluss der Trilogie mit Robin Williams
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09:57 15.12.2014
Robin Williams steht in "Nachts im Museum 3" zum letzten Mal vor der Kamera. Quelle: dpa
Berlin

Dass ausgerechnet in einem Museum nachts die Hölle los sein kann, davon hat uns 2006 der quirlige Erstling einer sehr erfolgreichen Reihe erzählt: „Nachts im Museum“ mit Ben Stiller in der Hauptrolle des zunächst völlig überforderten Aufsehers Larry spielte weltweit mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar ein. 2009 gab es eine Fortsetzung, wieder unter der Regie von Shawn Levy - und der die Serie nun mit einem dritten Teil beendet. Diesmal geht es um nicht weniger als das Überleben all der durch Zauberkräfte animierten Museumsexponate. Neben Stiller sind erneut Darsteller wie Owen Wilson, Ricky Gervais und Steve Coogan zu sehen sowie auch der im August mit 63 Jahren gestorbene Robin Williams in der Rolle des US-Präsidenten Roosevelt.

Bei der feierlichen Wiedereröffnung des Planetariums im New Yorker Museum of Natural History geht einiges schief. Die goldene Tafel des Pharaos Ahkmenrah, die Nacht für Nacht dafür sorgt, dass sämtliche Exponate des Museums, vom mächtigen Tyrannosaurus Rex-Skelett bis hin zum Kapuzineräffchen Dexter, zum Leben erweckt werden, sie scheint ihre magischen Kräfte allmählich einzubüßen.

Die Existenz all der historischen Freunde von Nachtwächter Larry (Stiller) steht auf dem Spiel, und nur eine Reise nach London kann das Ende von Cowboy Jedediah (Wilson), vom Römer Octavius (Coogan), von Attila dem Hunnen und von Sacajawea, der hübschen Ureinwohnerin verhindern. Im British Museum nämlich fristen Ahkmenrahs Eltern als Ausstellungsstücke ihr Dasein - die ursprünglichen Besitzer der magischen Tafel. Ein dramatisches Rennen gegen die Zeit.

Dass Ben Stiller Figuren liegen, die so sympathisch sind wie tollpatschig naiv, wissen wir spätestens seit seinen fulminanten Auftritten in Komödien wie „Meine Braut, ihr Vater und ich“. Auch sein Nachtwächter Larry passt hervorragend in dieses Schema - am stärksten ist Stiller diesmal wenn es um die Zukunft seines Film-Sohnes geht. So etwa in einer wunderbaren Szene, in der er einem von Ben Kingsley verkörperten Pharao davon erzählt, dass der Filius gern auf Ibiza als DJ arbeiten würde.

Besonders bewegend aber sind die Szenen mit Robin Williams - dies ist seine letzte Rolle, mit der er auf der Kinoleinwand zu sehen ist. Und wie bereits beim ersten Teil von 2006, kann man sich auch diesmal nicht des Gefühls erwehren, dass ein Darsteller vom Schlage eines Williams eigentlich ein wenig zu groß, ein wenig zu talentiert und zu gut ist für eine Spaßrevue à la „Nachts im Museum“.

Mit „Das geheimnisvolle Grabmal“ findet die Trilogie nun einen wenig überraschenden, alles in allem aber doch gelungenen und meist unterhaltsamen Abschluss. Für einen vor- oder nachweihnachtlichen Familienausflug ins Kino eignet sich dieser dritte Teil allemal. Jüngere Zuschauer sollten auch diesmal große Freude haben an all den exotischen Exponaten, die erneut mit viel Liebe, wenn auch in teils allzu klassischer Hollywood-Manier zum Leben erweckt werden. Für Freunde der Reihe freilich, die zugleich auch Fans sind vom wunderbaren Robin Williams, wird diese Nacht im Museum ein doppelter und umso traurigerer Abschied werden.

dpa

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