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„Unser Star für Oslo“

Lena darf sich „hart“ aufs Finale freuen

Applaus, Gejohle und ein verzücktes Kamerateam. Das Lindener Kulturzentrum Faust glich am Dienstagabend einer Fankurve. Seit Lena Meyer-Landruts erstem Auftritt wird dort die Show „Unser Star für Oslo“ übertragen. Nach einem Abstimmungskrimi erreicht Lena das Finale.
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„Ich find dich super“, sagt Stefan Raab nach ihrem Auftritt zu Lena Meyer-Landrut. Und Lena freut sich.

„Ich find dich super“, sagt Stefan Raab nach ihrem Auftritt zu Lena Meyer-Landrut. Und Lena freut sich.

© Handout/Pro7

Am Dienstag war die Stimmung ausgelassen wie nie, denn nach einem Abstimmungskrimi erreichte Lena („Ich bin ein Mensch, der gern Freude bringen will, und wenn ich so vielen Menschen Freude bringen kann, ist das nur schön.“) das Finale – und die besten Freundinnen von Lena, Zoe Grillo (17) und Naomi Grillo (19), der ehemalige Mitkonkurrent Cyril Krueger (22) und etwa 200 Fans stießen mit Freibier an und sangen später: „Lenale, oho, Lenale, ohhohoho!“

Doch bevor die 18-Jährige ins Finale einzog, lieferte sie mit ihrer musikalischen Konkurrenz einen echten Castingshowthriller. Die Zuschauer mussten gleich zweimal abstimmen. Von vier Kandidaten kamen nur zwei weiter. Und damit das Halbfinale bis zum Schluss spannend blieb, wurde das Procedere verändert. Zunächst mussten alle vier Kandidaten auftreten. Lenas stärkster Konkurrent Christian „Dursti“ Durstewitz (20) sang mit Rolling-Stones-T-Shirt „I’m Yours“ von Jason Mraz, Kerstin Freking (21) interpretierte mit Hippie-Haarband Alanis Morissettes „Hands Clean“, und Lena überraschte mit der Ankündigung, die Zuschauer sollten Taschentücher bereit halten. Mit offenen Haaren im schwarzen Kleid sang sie sehr anrührend die Jason-Mraz-Ballade „Mr. Curiosity“. Die Jury (das sogenannte Kompetenzteam) war hingerissen. Sängerin und Moderatorin Barbara Schöneberger (36) lobte den gefühlvollen Auftritt, der am vergangenen Donnerstag mit dem „Echo“-Kritikerpreis ausgezeichnete Sänger und charmante Kritiker Jan Delay (33) berichtete mit nasaler Stimme von seiner „derben, derben Gänsehaut“, und Raab sagte: „Hammer, du kannst ja singen!“ – eben nicht nur performen. Es folgte die erste Abstimmung. Lena im Glück. Für Kandidatin Freking wurde das Halbfinale zur Endstation.

Zweite Runde. Durstewitz setzte auf Rockklänge des Charlie-Winston-Songs „In your hands“ und sein Mundharmonikaspiel. Lena sang hingegen den The-Cure-Klassiker „Lovecats“, und die älteren Fans im Kulturzentrum sangen sogar lauthals mit. „Du bist ein Chamäleon, Gazelle und eine Nachtigall zugleich“, brachte es Raab auf den Punkt. Während Jan Delay später seine Single „Large“ vorstellte, wurde erneut nicht nur in der Faust kräftig per SMS abgestimmt. Am Ende bestimmte Freudengebrüll den Raum: Lena und Jennifer Braun (18) sind weiter. Dursti schied aus. Dem Faust-Publikum war’s egal. Es sang nur noch „Lenale“ und freut sich auf den kommenden Freitag – das Finale. Lena wird sich auch darauf freuen. „Ganz hart“, wie sie schon in einer der Vorausscheidungen sagte.

Jan Sedelies


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