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17:51 28.09.2015
Aufgepasst: Beim Online-Shopping gibt es vielfach unterschiedliche Preise für ein und denselben Artikel. Quelle: dpa
Hannover

Wann und warum die Händler ihre Preise ändern, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Angeblich ist es zum Beispiel vom Wochentag abhängig  – am Donnerstag sollen Schuhe am günstigsten sein, am Mittwoch Elektronikprodukte.

Es kommt aber wohl auch auf das Gerät an, mit dem man eine Internet­seite aufruft. iPhone-Besitzer haben zum Beispiel beim Reiseportal cheaptickets.com bessere Karten. Ein Hotelzimmer in New York kostet laut einem Test des Start-ups „eBlocker“ 35 Euro (und damit 11 Prozent) weniger, als wenn der Nutzer das Zimmer vom PC aus bucht. „eBlocker“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Internetnutzer vor der Weitergabe vertraulicher Informationen zu schützen. Der Test des Unternehmens ergab auch, dass man auf expedia.de bei der Suche nach einer Bleibe in New York generell mehr Angebote aufgelistet bekommt, wenn man von einem mobilen Gerät zugreift.

Und es geht noch weiter. Nutzer, die eine Seite über das Vergleichsportal Google Shopping ansteuern, zahlen mitunter andere Preise als Nutzer, die die Seite direkt aufrufen. Beispiel lensbest.de: Der Kontaktlinsenspezialist verlangt von Stammkunden, die die Seite kennen und direkt anwählen, für eine Sechserpackung Monatslinsen 29,99 Euro. Mutmaßliche Neukunden, die Google Shopping anspült, zahlen dagegen nur 20,99 Euro. Außerdem werden Letzteren noch die Versandkosten erlassen. Genau andersherum ist es allerdings bei bueromarkt-ag.de. Hier zahlen Nutzer, die über Google Shopping kommen, 24  Prozent mehr für Kopierpapier als Direktnutzer.

Das gut gehütete Geheimnis, im Fachjargon "Dynamic Pricing" genannt, unterliegt also nicht unbedingt einer Regelmäßigkeit. Für Verbraucher heißt das leider: Die Onlineshops machen mit ihren Preisen, was sie wollen. Um das beste Angebot zu bekommen, hilft deshalb nur ausprobieren.

Von Anne Grüneberg

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