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Medien Endlich: Ein Film zur Westernserie „Deadwood“
Nachrichten Medien Endlich: Ein Film zur Westernserie „Deadwood“
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11:00 09.11.2018
Cheers: Al Swearengen (Ian McShane) ist ein Mann, dem man bessere nicht traut. Szene aus der Serie „Deadwood“. Quelle: Foto: HBO
Los Angeles

„Deadwood“ - vom Goldrausch prosperierendes Städtchen mitten im Sioux-Gebiet von South Dakota, nur Wochen nach General Custers katastrophalem Ende am Little Big Horn. Der Westen an diesem Flecken ist 1876 noch wild, gehört dem, der das Zeug hat, sich durchzusetzen.

Mit „Deadwood“ belebte HBO 2004 das Westerngenre neu

HBO hatte 2004 das Zeug, das tote Westerngenre mit einer ganzen Serie im Fernsehen durchzusetzen. Drei Staffeln „Deadwood“ liegen auf BluRay und DVD vor, und binnen zwei (von pro Staffel zwölf) Episoden ist man rettungslos in einem Sog, den sonst nur Großmeister wie John Ford oder Howard Hawks zu erzeugen vermochten.

Walter Hill („Nur 48 Stunden“) hatte die Regie der ersten Folge übernommen, führte das Personal ein – den revolverflinken Eisenwarenhändler Seth Bullock (Timothy Oliphant), den skrupellosen Hurenhausbesitzer Al Swearengen (Ian McShane), den mordmüden Gunfighter Wild Bill Hickok (Keith Carradine) und das in ihn verliebte Flintenweib Calamity Jane (Robin Weigert).

36 Stunden Spannung, ohne dass alle naslang die Colts rauchten

Es entstand das authentische Bild einer wüsten, alten Zeit, die erst gut viereinhalb Generationen zurück liegt. 36 Stunden Spannung, ohne dass alle fünf Minuten die Schießeisen sprachen. Dann aber ein Serienschluss, der kein richtiges Ende war. Und die Hoffnung auf eine vierte Staffel, die im Lauf der Jahre immer mehr schwand.

Und jetzt sollen die Colts wieder rauchen in „Deadwood“, die Saloonklaviere wieder klimpern. Serienschöpfer David Milch schrieb das Drehbuch zu einem „Deadwood“-Spielfilm, „Game of Thrones“-Regisseur Daniel Minaham soll das Drama inszenieren, in dem neben McShane und Olyphant auch viele andere Schauspieler ihre alten Rollen wieder übernehmen. Auch das Mafia-Epos „The Sopranos“ von HBO soll übrigens ein Film-Prequel bekommen. Und von einem „Breaking Bad“-Film ist ebenfalls die Rede.

Serienfans freuen sich auf ein „richtiges“ Ende von „Deadwood“

So freuen wir uns auf die Rückkehr nach Deadwood. Auf den fiesen Swearingen und seine beherzten, traurigen und verrückten Nutten, auf Calamity Jane, die nochc weiß, was Loyalität heißt. Auf Mörder aus Liebe und weitsichtige Schwachköpfe, die sich im Funkeln von Whiskygläsern verlieren. Gesetzlosigkeit unterhält bestens.

Und wenn dann schließlich Recht und Ordnung des neuen, zivilisierten Amerika Einzug in „Deadwood“ halten werden, können wir uns mit diesem Ende bescheiden und uns anderen Westernserien zuwenden..

Von Matthias Halbig

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