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Panorama 11-Jährige rettet kleines Mädchen vor dem Ertrinken
Nachrichten Panorama 11-Jährige rettet kleines Mädchen vor dem Ertrinken
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15:27 16.05.2018
Eine 11-Jährige hat in einer Badewelt in Hannover eine 6-Jährige vor dem Ertrinken gerettet. Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Der Achtsamkeit einer Elfjährigen hat ein sechsjähriges Mädchen sein Leben zu verdanken. Das ältere Mädchen hatte am Sonntagnachmittag im Außenbecken beim Ballspielen mit dem eigenen Vater das auf dem Bauch an der Wasseroberfläche treibende Kind entdeckt. Der Vater der Elfjährigen zog die Sechsjährige aus dem Becken und reanimierte das offenbar bewusstlose Mädchen – bis es wieder zu sich kam. Nach Angaben von Rüdiger Vieglahn, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes der Polizei, wurde die Sechsjährige mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Bereits am Montag konnte Entwarnung gegeben werden, dem Kind gehe es den Umständen gut, bleibende Schäden seien wohl nicht zu befürchten, sagte der Ermittler dieser Zeitung jetzt.

Polizei ermittelt wegen Verletzung der Aufsichtspflicht

Während der Rettungsaktion war auch der Vater des Sechsjährigen bei der Suche nach seinem Kind auf den Vorfall außerhalb der Schwimmhalle aufmerksam geworden. Nach Polizeiangaben war der Hannoveraner mit mehreren Kindern in der Wasserwelt zu Besuch. Er gab später bei der Polizei zu Protokoll, dass er seine Tochter nur kurz – nach Angaben Vieglahns wohl etwa für zwei Minuten - aus den Augen verloren hatte. Ob die Sechsjährige schwimmen kann, weiß der Beamte nicht. Fest steht allerdings, dass sie keine Schwimmhilfe trug.

Die Polizei ermittelt nun wegen der Verletzung der Aufsichtspflicht und fahrlässiger Körperverletzung – sowohl gegen den Vater als auch gegen das Schwimmbadpersonal. Doch noch seien nicht alle Zeugen und Beteiligten verhört worden, sagte Vieglahn weiter. Die Ermittlungen dauerten an. Aus diesem Grund könne er auch noch nichts Abschließendes sagen.

Stadt bekommt keine Informationen über die Beteiligten

Auch die Stadt oder der Schwimmbad-Betreiberbetrieb GMF können nichts zu dem Vorfall sagen, dies aber, weil ihnen jegliche Informationen fehlten. „Wir haben erst von der Zeitung erfahren, dass die Polizei Ermittlungen aufgenommen hat“, sagte Carsten Hettwer, Leiter des städtischen Eigenbetriebes, auf Nachfrage. Gerne hätte sich die Stadt längst bei den beiden betroffenen Familien gemeldet, bekomme aber von der Polizei mit Hinweis auf das laufende Verfahren keinerlei Daten. Auch das Krankenhaus halte sich bedeckt.

An dem betreffenden Tag seien vier Schwimmmeister im Bad im Dienst gewesen, sagte Hettwer. Es sei inzwischen auch dokumentiert, wer dies sei und wo sich die Betreffenden zur fraglichen Zeit aufgehalten hätten. „Es ist aber klar, dass hier zu allererst der leibliche Vater als Aufsichtsperson gefragt war.“ Hettwer, der selbst früher als Schwimmmeister tätig war, betonte, es sei unmöglich, in einem Schwimmbad mit mehreren Becken „jeden Winkel zu jeder Zeit“ im Blick zu haben. Ein Kamera-Überwachung des Außenbereichs gebe es nicht. „Durch die Glaswände aber ist das Becker jederzeit auch von innen sichtbar. Das ist extra so geplant worden.“

Retter dachte zunächst, das Mädchen tauche nur

Der Retter des Mädchens zeigte sich am Mittwoch auf Nachfrage dieser Zeitung noch immer hörbar mitgenommen. „Ich dachte erst, das Kind taucht, als mich meine Tochter auf sie aufmerksam machte“, sagte der Mann dieser Zeitung. Er habe dann einige Sekunden auf das Kind geschaut, um zu ergründen, was mit ihm los sei. „Ich wollte als erwachsener Mann ja auch nicht ein kleines Mädchen einfach so anfassen.“ Als er aber weder Bewegungen noch Luftblasen wahrnehmen konnte, habe er das Kind am Arm aus dem Becken gezogen und unmittelbar mit Beatmung und Herzmassage begonnen. „Ich werde den Anblick des Gesichtes so schnell nicht vergessen.“ Die Nacht nach dem Unfall habe er nicht geschlafen. Seine Tochter habe die Ereignisse inzwischen ganz gut verkraftet. Beide bedauern, dass sie bislang keine Informationen erhalten konnten, wie es dem kleinen Mädchen geht. „Man gibt uns dazu leider keine Auskunft.“

Von RND/HAZ

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